Einsatz in den Katastrophengebieten: Landkreis-Feuerwehren und THW kämpfen gegen die Schneemassen
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Hilfsbereitschaft ist ungebrochen

„Die Lage verschärft sich dramatisch“: Feuerwehren und THW im Dauereinsatz

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Die Hilfsbereitschaft im Landkreis Freising reißt nicht ab: Hunderte Helfer sind im Einsatz, um in den Katastrophengebieten Schnee zu schaufeln. Kein ungefährlicher Einsatz, wie ein Unfall zeigt. Und die Lage spitzt sich zu. 

Freising – „Die Lage hier verschärft sich dramatisch“, sagte Kreisbrandrat Manfred Danner, bevor er sich mit seinen Kollegen gestern Abend auf den Rückweg von Traunstein machte. Nach den tagelangen Schneefällen macht den Einsatzkräften in den Krisengebieten in Südbayern nun der Regen zu schaffen, so auch den vielen Helfern aus dem Landkreis Freising. „Es schüttet aus Kübeln“, berichtete Danner. Ins selbe Horn stieß auch Freisings THW-Ortsbeauftragter Michael Wüst: „Der Schnee ist tonnenschwer.“ Daher richten sich die THW-Kräfte, die sich am Samstagmorgen zu einem mehrtägigen Einsatz nach Berchtesgaden und Wildbad Kreuth aufgemacht haben, auf einen längeren Einsatz ein: „Wir gehen davon aus, dass wir mindestens bis Ende der kommenden Woche helfen werden.“ 

FFW im Dauereinsatz 

Von der Einsatzbereitschaft seiner Männer ist Manfred Danner begeistert: „Ich bin jetzt auf den Tag genau zwei Jahre Kreisbrandrat, und ich hätte mir nicht träumen lassen, dass wir heute hier mit etwa 350 Leuten stehen, um Hilfe in einem Katastrophenfall zu leisten“, sagte er gestern Morgen, bevor die freiwilligen Helfer erneut nach Traunstein aufgebrochen sind. Es war der dritte Tag des Großeinsatzes der Feuerwehren, die unermüdlich gegen die gewaltigen Schneemassen in Traunstein kämpfen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit galt es in den vergangenen drei Tagen, so viel Schnee wie möglich von den Dächern zu räumen, die unter den gewaltigen Lasten einzustürzen drohen. Waren es am Freitag 132 Freiwillige, die in Rekordzeit aktiviert wurden, standen am Samstag 232 ehrenamtliche Helfer parat. 331 Feuerwehrleute und 49 Fahrzeuge waren es am Sonntag. „Beeindruckend, was in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde“, sagte auch Karoline Schatz, Abteilungsleiterin für Sicherheit und Ordnung im Landratamt, am Sonntagmorgen.

Helfer verletzt 

Dass dieser Großeinsatz in den Schneemassen nicht ungefährlich ist, wurde am Samstag deutlich: Ein Feuerwehrmann aus Nandlstadt sicherte eine Leiter ab, damit seine Kollegen auf das Dach einer Garage steigen konnten. „Dabei ist ein kleines Schneebrettl abgegangen und auf seinem Kopf gelandet“, berichtete Nandlstadts Kommandant Michael Wagensonner. Weil der junge Mann anfangs über Kopf- und Nackenschmerzen klagte, wurde er ins Krankenhaus Traunstein gebracht. Doch schnell konnte Entwarnung gegeben werden: „Halb so schlimm“, berichtete Wagensonner. Am Abend konnte der 20-Jährige wieder mit seinen Kollegen nach Hause fahren. Auch ein weiterer Helfer aus dem Landkreis musste gestern nach einer Kreislaufschwäche ins Krankenhaus gebracht werden, teilte das Landratsamt mit. 

Doch der Großeinsatz birgt auch schöne Seiten – diese Erfahrung machten die Helfer aus der Hallertau ebenfalls. Aus Dankbarkeit über die unermüdliche Unterstützung aus dem Landkreis Freising hat eine Frau in einem nahegelegenen Café einen Geldbetrag hinterlegt, damit die Feuerwehrler sich dort warme Getränke holen konnten. „Eine schöne Sache“, wie Wagensonner sagte. 

„Sehr stolz auf die Einsatzkräfte des Landkreises“ ist auch Landrat Josef Hauner, der sich am Samstagmorgen bei den Helfern bedankte. „Wenn Sie so etwas in Ihrer Freizeit auf sich nehmen, zeigt das, dass es in unserer Gesellschaft doch nicht nur noch Egoisten gibt, wie es so oft heißt.“ 

BRK in Bad Wiessee 

In Bad Wiessee (Landkreis Miesbach) ist der BRK-Kreisverband Freising gefordert: Neben der Versorgung der Einsatzkräfte galt es am Sonntag, auf die Schnelle 800 Feldbetten zu organisieren, weil in Miesbach eine Notunterkunft errichtet worden ist. 

Der Einsatz geht weiter 

Der Großeinsatz ist für Helfer aus dem Landkreis noch nicht vorbei: Bis Dienstag, 15. Januar, wird die Unterstützung der Landkreis-Feuerwehren mindestens benötigt – eine Mammutaufgabe für die Einsatzkräfte. Kreisbrandrat Manfred Danner ist stolz auf seiner Männer. Am heutigen Montag werden 255 Feuerwehrkameraden mit 40 Fahrzeugen nach Traunstein fahren. „Mit solch einer Unterstützung macht das Arbeiten Spaß.“

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