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Bei der Firma Jungheinrich trafen sich die Vertreter des IHK-Gremiums mit Otto Heinz (M.) an der Spitze. Franziska Neuberger (4. v. l.) erläuterte die IHK-Positionen zum Thema Breitband u nd Digitalisierung. 

Gremium trifft sich bei Jungheinrich

Lahmes Internet gefährdet Existenzen - IHK stellt elf Forderungen

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Elf Forderungen hat die IHK München und Oberbayern aufgestellt, um ins Gigabit-Zeitalter vorstoßen zu können. Elf Forderungen, die bei der IHK-Versammlung im Sommer beschlossen worden waren und am Dienstag dem IHK-Regionalausschuss München präsentiert wurden. Franziska Neuberger, bei der IHK für Breitband und Digitalisierung zuständig, war gekommen, um den Vertretern von Industrie und Handel zu erläutern, welche Positionen die IHK da vertrete.

Moosburg– Zuvor aber hatten Christian Schlosser und Franz Traßl, die Leiter der beiden Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Freising beziehungsweise Erding, das Wort: Während im Landkreis Freising das Bayerische Förderprogramm, mit dem Haushalte mit 30 MBit/s und mehr versorgt werden sollen, die größte Rolle spiele und das Bundesprogramm zum Breitbandausbau praktisch gar nicht in Anspruch genommen worden sei, sehe das in Erding ganz anders aus, berichtete das Duo. Da gebe es in 24 (von 26) Gemeinden zwar auch das Bayerische Förderprogramm, in 13 Kommunen sei aber zusätzlich auch das Programm des Bundes in Anspruch genommen worden.

Schlosser schilderte den Stand der Förderung im Landkreis Freising: Bei Fördersätzen zwischen 60 bis 80 Prozent würden, wenn das Programm abgeschlossen sei, 99,5 Prozent der Haushalte über mindestens 30 MBit/s verfügen, insgesamt würden 17,95 Millionen Euro ausgeschüttet, zugesagt seien derzeit elf Millionen Euro. Und im Landkreis Erding? Wenn alle Anträge bewilligt würden, würden 32,127 Millionen Euro an Fördergeldern geflossen sein, so Traßl – rund 18 Millionen von Freistaat, zirka 14 Millionen vom Bund.

Doch all das ist noch nicht genug, wie Neuberger erläuterte: Denn eine Umfrage unter IHK-Unternehmen habe ergeben, dass 12,6 Prozent der Firmen Aufträge ablehnen müssten, wenn sich die Internetversorgung in den kommenden zwei Jahren nicht verbessere. 8,1 Prozent würden das sogar als existenzbedrohend sehen. Insgesamt seien 40 Prozent der Unternehmen mit der Festnetz-Internet-Versorgung nicht zufrieden. Ungefähr genauso viele Firmen hielten die Qualität der Mobilfunk-Versorgung für nicht ausreichend, so Neuberger. Deshalb eben elf Forderungen: Den Fokus auf Glasfaser legen, Förderschwellen anheben, den Tiefbau beschleunigen, alternative Verlegemethoden für Glasfaser in Betracht ziehen, den Ausbau auch ohne Förderung und die Unternehmen unterstützen sind da ebenso aufgeführt wie etwa die Forcierung des 5G-Netzausbaus.

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