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Ein Minus hat die Laienbühne Freising mit „Peterchens Mondfahrt“ eingefahren. Trotzdem geht man voller Elan und Optimismus in die nächste Saison

Die goldenen Zeiten sind vorbei

Laienbühne Freising: „Ausverkauft“ nicht mehr selbstverständlich – aber Spieler sind optimistisch

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Die Laienbühne Freising hat zu kämpfen, „Ausverkauft“ ist nicht mehr selbstverständlich. Doch die Spieler starten optimistisch in die neue Saison.

Freising– „Die Zeiten, in denen wir 18 Vorstellungen wie selbstverständlich vollkriegen, sind vorbei“, sagte Angela Flohr, die Vorsitzende der Laienbühne Freising. „Wir haben zu kämpfen, aber es brennt noch nicht“, beschrieb Schatzmeisterin Anna Sperrer die Situation des Vereins. Doch auch solche Entwicklungen konnten am Dienstag die gute Laune in der Jahreshauptversammlung im Lerner zu Vötting nicht trüben.

24.000 Euro Minus

Voller Elan und optimistisch geht das Ensemble in die nächste Saison, in der Stephan Leitmeier als Regisseur von „Ein Weekend im Paradies“ Premiere feiert. „Es war wunderbar, mal wieder für Kinder zu spielen“, blickte Flohr auf die vergangene Spielzeit und auf „Peterchens Mondfahrt“ unter Regie von Margot Riegler zurück. Solche „hochwertig ausgestatteten und liebevoll konzipierten Inszenierungen“ könne man nur deshalb auf die Beine stellen, weil sich so viele Menschen ehrenamtlich für die Laienbühne einsetzen würden, betonte Flohr. 3300 Zuschauer hätten Herrn Sumsemann & Co. gesehen, 32.700 Euro habe man durch Eintrittsgelder eingenommen. Weil aber die Ausgaben hoch gewesen seien und man zudem Headsets für 7300 Euro angeschafft habe, sei am Ende doch ein Minus von rund 24.000 Euro geblieben, so Sperrer in ihrem Kassenbericht. Die Devise müsse also sein, das finanzielle Bett des Vereins „wieder aufzupolstern“.

Eine Maßnahme dazu habe der Vorstand schon beschlossen, sagte Flohr: Nach weit über zehn Jahren werde man die Eintrittsgelder um zwei Euro erhöhen. Das trifft dann auf die neue Inszenierung zu: „Ein Weekend im Paradies“, eine Komödie aus den 1920er Jahren, bei der Leitmeier die Regie führt, der sich „der großen Verantwortung“ bewusst ist. 14 Spieler und zwei Bühnenbilder wird das neue Stück haben, einen Entwurf des Bühnenbildes für das Hotel Paradies von Bernd Flassak gibt es schon. Premiere ist am 18. Oktober.

Führung durch die Baustelle „Asam“

Die Laienbühne, die bekanntlich vorübergehend aus ihrer Heimat, dem Asamsaal, ausziehen musste, bereitet allerdings schon wieder die Heimkehr vor: Am 31. Mai wird es für zwei Gruppen der Laienbühne eine Führung durch die Baustelle „Asam“ geben, demnächst werde man zusammen mit dem Kulturamt und dem Hochbauamt die künftige Nutzung der Räume im Asamkomplex besprechen.

Flohr ist optimistisch gestimmt: In der Stadt sei man sehr positiv eingestellt, habe offene Ohren für die Anliegen des Vereins – Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher inklusive.

Regisseur Stephan Leitmeier zeigte schon mal den Entwurf eines Bühnenbildes für „Ein Weekend im Paradies“.

Sozusagen als Gegenleistung und Würdigung dieses Entgegenkommens werde man auch Mitte Juli die Stadt Freising bei einem historischen Festzug in der Partnergemeinde Innichen in Südtirol unterstützen. Anton Wiesheu berichtete, man müsste eine acht- bis zehnköpfige Fußgruppe zusammenbekommen, die dann eine Schar von Benediktinermönchen und Bischof Arbeo darstelle. Fünf Zusagen habe er bereits, warb Wiesheu um weitere Teilnehmer. „Es wäre gelacht – und auch peinlich–, wenn die Laienbühne nicht acht Männer zusammenbringt.“ Nonnen, so scherzte Wiesheu, seien allerdings nicht gefragt.

Dann rief man noch Walter Wöhrl an, der an diesem Tag seinen 78. Geburtstag feierte. Die rund 50 anwesenden Mitglieder sangen ihm ein Geburtstagsständchen ins Handy.

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