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Den Biberschaden zeigt Förster Hans-Helmut Holzner.

Zaun soll 300 Jahre alte Silberweide retten

Biber bedroht Baumriesen

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Oftlfing - Mais und Weide – beides mag der Biber. An einem Amper-Altwasser bei Oftlfing gibt es beides: ein Maisfeld und gleich daneben eine rund 300 Jahre alte Silberweide. An die hat sich der Biber herangemacht. Jetzt will man den Baum schützen.

Idyllisch ist es, ein Ort der Ruhe. Früher war es die Amperschleife, jetzt ein Altwasser. Das schöne Fleckchen Erde bei Oftlfing gehört Hans Bauer. Und der erschrak im Juni nicht schlecht, als er wieder einmal sein Grundstück und ganz am Ende des Areals die rund 300 Jahre alte Silberweide (Salix alba) besuchte. Drei Meter Durchmesser misst der Stamm des Naturdenkmals. Bauer hatte das Prachtstück mit Maschendraht vor dem Biber geschützt. Dachte er. Aber der Nager hat sich unter dem Maschendraht durchgearbeitet und auf vier Metern Länge die Rinde abgenagt. Gestern nun waren der Kreisvorsitzende des BN, Christian Magerl, und Förster Hans-Helmut Holzner dem Hilferuf Bauers gefolgt. Ortstermin am Fuß der Silberweide. 

Für Magerl und Holzner bestand beim Anblick des Baumes kein Zweifel: Ein Naturdenkmal dieser Größe und dieses Alters sei unbedingt schützenswert. Dass ein Maschendrahtgeflecht da nicht ausreicht, darüber war man sich auch einig. Zwar seien, so bestätigten Holzner und Magerl unisono, Weiden „hart im Nehmen“ und würden schon etwas aushalten, aber eine weitere Schädigung der Rinde durch den Biber sollte auf alle Fälle vermieden werden. 

Das Problem: Wenn in den kommenden Tagen der direkt angrenzende Mais geerntet werde, dann dürfte sich Kollege Biber wieder über die Rinde der Silberweide hermachen. Sprich: Man brauche eine schnelle Lösung. 

Wie die aussehen könnte, erklärten Magerl und Holzner so: Um den Baum herum müsse ein stabiler Zaun errichtet werden, dem der Biber nichts anhaben kann. Magerl will nun Jörg Steiner, den Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, kontaktieren, denn dieser Fall gehöre in deren Zuständigkeitsbereich. Dort, so wussten Holzner und Magerl, gebe es sogar einen kleinen Fonds, der für solche Fälle vorgesehen sei. Holzner, der angesichts des Zeitdrucks vermeiden will, dass „die Bürokratiemühlen ganz langsam mahlen“, sagte, er habe sogar Drahtgitter für so einen Zaun vorrätig. Gemeinsam will man also alles tun, damit die Silberweide künftig verschont wird und weitere 300 Jahre im Ampertal stehen kann.

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