Schüler vor Laptop
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Der Start ins Homeschooling verlief im Landkreis Freising holprig. Die Eltern reagierten unterschiedlich darauf.

Vor allem IServ macht Probleme

Frust und Freude auf Facebook: Eltern reagieren auf holprigen Start ins Homeschooling

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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Schwere technische Probleme hat es zum Schustart mit der Unterrichtsplatzform IServ gegeben. Etliche Freisinger Schulen greifen darauf zu. Entsprechend groß war der Frust der Eltern.

Etliche Eltern haben am Montag genervt auf den holprigen Start ins Homeschooling reagiert. Während es für Kinder und Jugendliche, die über MS Teams beschult werden, keine Probleme gab, kämpfte die Unterrichtsplattform IServ, auf die alle städtischen Schulen in Freising zugreifen können, mit erheblichen technischen Problemen, wie auch eine Umfrage des Freisinger Tagblatts auf Facebook ergeben hat.

IServ habe am Montag überhaupt nicht funktioniert, berichtet etwa Userin Andrea Stefanie M. „Um 9 Uhr sollte ein Digitales Klassenzimmer stattfinden. Das war leider nicht möglich. Es ist so traurig, beschämend und, ja, ätzend.“ Auch Silvia Wöhrl reagierte frustriert. „In Zolling hat IServ nicht funktioniert. Tja, schade! Aufregen hilft ja leider ned weiter.“ Mark Salonom, Vater eines Zweitklässlers, berichtet: „IServ war leider heute ein Totalausfall.“

„Hoffe, morgen geht‘s dann besser“

Und Doro Thea schreibt am Nachmittag: „Haben die Hausaufgaben seit 9 Uhr fertig, kann’s immer noch nicht hochladen. Auch nach einem Jahr stehen weder Leihgeräte noch anständige beziehungsweise überarbeitete Technik gerade für die Grundschüler bereit.“ Ihr ironisches Fazit: „Sehr fein!“

Jo spricht wohl allen IServ-Geplagten aus dem Herzen: „Hoffe, morgen geht’s dann etwas besser.“ MS Teams sorgte indes für Glücksmomente in der Schulfamilie. „Der erste Tag seit dem Anfang der Pandemie, an dem das Kind (8. Klasse Gymnasium in Freising) offenbar richtigen Online-Unterricht nach Stundenplan hat“, berichtet Andrea Zenk. „Teams klappt super, und glücklicherweise ist auch unsere Hardware stabil. Ich atme auf. Vielleicht hat es ja jetzt alles mehr Hand und Fuß als in Runde 1.“

Eltern schicken großes Lob an Lehrer und Lehrerinnen

Ein großer Dank der Eltern geht indes an die Adresse des pädagogischen Personals im Landkreis. „Ein Lob an die engagierten Lehrer und Lehrerinnen“, betont etwa Daniela Staringer. Diese seien „top vorbereitet und so hilfsbereit für die Kinder“.

In dieselbe Kerbe schlägt Andrea Zenk in ihrem Facebook-Post: „Ein ganz großer Dank an alle engagierten Lehrerinnen und Lehrer, die sicherlich auch selber noch Kinder daheim zu betreuen oder zu beschulen haben.“

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