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Angespannte Corona-Lage: Intensivstation am Klinikum Freising voll – 273 Neuinfektionen

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Von: Manuel Eser

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Intensivstation
Immer mehr, vor allem ungeimpfte Covid-Kranke landen auf der Intensivstation (Symbolbild). © Bodo Schackow/dpa

Die Inzidenz im Landkreis Freising klettert weiter. Entsprechend angespannt bleibt auch die Situation am Klinikum Freising.

Landkreis – Die Lage auf der Intensivstation bleibt aufgrund von Corona weiter angespannt. Das Klinikum Freising hat die Anzahl der Intensivbetten von zehn auf 14 erhöht. Die Hälfte davon war am Samstag mit Corona-Patienten belegt, sechs davon waren ungeimpft. Am Sonntag wurden zwei der Patienten verlegt, wie der Corona-Beauftragte Christian Fiedler mitteilte.

Einer konnte auf Normalstation gebracht werden, der zweite musste aus Corona-unabhängigen medizinischen Gründen in ein Krankenhaus nach Ingolstadt verlegt werden. Wie Fiedler weiter mitteilte, handelt es sich bei dem einzigen geimpften Patienten auf der Intensiv um einen Covid-Kranken, der sich von einer Corona-Infektion Ende Oktober nicht erholt hat und wegen zunehmender Verschlechterung des Gesundheitszustands von Bad Aibling nach Freising verlegt wurde. Der Patient ist an verschiedenen Organsystemen sehr schwer vorerkrankt und daher hochgefährdet.

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Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht – im Gegenteil: Die Inzidenz im Kreis Freising kletterte laut RKI von Freitag bis Sonntag von 400,4 auf 458,6. Es kamen in diesem Zeitraum 273 Neuinfektionen hinzu.

Wie berichtet, hat das Klinikum Freising wieder in den kompletten Krisenmodus umgeschaltet. Der Betrieb in anderen Abteilungen muss deutlich zurückgefahren werden, um Personal zu gewinnen, das sich um weitere Corona-Patienten kümmern kann. Schon vor dem erneut ausgerufenen Katastrophen-Fall hatte eine Gruppe von Pflegekräften am Klinikum Freising SOS gefunkt. „Die Arbeitssituation in der Pflege am Klinikum ist mittlerweile unerträglich und extrem belastend für uns geworden“, heißt es in einem anonymen Brief an das FT. Die Führungskräfte des Klinikums haben dazu ausführlich Stellung bezogen und selbst einen Hilferuf an die Politik abgesetzt.

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