Zahlen der AOK

Krankenstand 2015 im Landkreis leicht gestiegen

Freising - Im Landkreis sind AOK-versicherte Arbeitnehmer gesünder als die in anderen Teilen des Freistaats: Das belegt die Auswertung der Gesundheitskasse zum Krankenstand 2015. Mit 4,3 Prozent liegt der Krankenstand unter dem Bayern-Wert von 4,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich aber etwas mehr Beschäftigte von der Arbeit abgemeldet. Der Krankenstand stieg im Landkreis um 0,1 Prozentpunkte.

Auffällig ist die Zunahme der Atemwegserkrankungen: 48,2 Krankmeldungen je 100 erwerbstätige AOK-Mitglieder gab’s im vergangenen Jahr im Landkreis wegen solcher Beschwerden. Im Jahr zuvor waren es lediglich 40,4. Experten führen die Steigerung auf die Erkältungswelle im Jahr 2015 zurück, die vor allem in den ersten drei Monaten aufgetreten ist. 

Demgegenüber entfielen auf den Bereich Muskel- und Skeletterkrankungen 30,9 Prozent, auf Erkrankungen des Verdauungssystems 16,7 Prozent und auf Verletzungen 15,6 Prozent der Arbeitsunfähigkeitsfälle. „Geht es um die Dauer der Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen von allen Krankheitsarten weiterhin die meisten Ausfalltage“, betont Uwe Menzel von der AOK in Freising. Statistisch gesehen war deswegen 2015 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis im Schnitt 4,5 Tage krank geschrieben. 2,8 Fehltage ergaben sich wegen Atemwegserkrankungen und 2,5 Krankheitstage aufgrund von Verletzungen. Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder bei der AOK versicherte Arbeitnehmer 17,1 Kalendertage krank, im Landkreis waren es laut AOK im Schnitt 15,6 Tage. 

Übrigens: Die erfassten Daten der Gesundheitskasse weisen innerhalb von Bayern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle auf. Während in Ober- und Unterfranken der Krankenstand mit jeweils 5,3 Prozent am höchsten war, betrug er in Oberbayern nur 4,2 Prozent. Die Ursachen laut AOK: Nordbayerische Unternehmen hätten deutlich ältere Belegschaften. Oberbayerische Arbeitgeber hingegen profitierten von einem starken Zuzug jüngerer Arbeitnehmer.

Rubriklistenbild: © dpa

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