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Landkreis Freising: Mappe für Senioren vorgestellt

Notfallmappe für Senioren: 36 Seiten voller Infos

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Es ist „ein Thema, das man gerne verdrängt, das aber wichtig ist“, beschrieb Landrat Josef Hauner das, worum sich der Seniorenbeirat des Landkreises Freising gekümmert und dessen Ergebnis er jetzt präsentiert hat: die „Notfallmappe“.

Freising – 36 Seiten dick ist das DIN A 4-Heft, das diesen Namen trägt und das einen ganz wichtigen Sinn erfüllt. In ihm sollten alle wichtigen Daten und Fakten, Namen und Telefonnummern verzeichnet sein, damit die Mappe im Fall des Falles Angehörigen, der Familie und auch den Ärzten helfen kann. Zudem beinhaltet die Mappe selbst wichtige Informationen zu Hilfsangeboten und Ansprechpartnern im Notfall.

Wie Rita Schwaiger und Elmar Ziegler, die beiden Vorsitzenden des Seniorenbeirats, betonten, sei die Notfallmappe auch für jüngere Personen dienlich. Schließlich müsse man sich nicht im fortgeschrittenen Alter befinden, um ein Notfall zu sein. Das unterstrich Hauner: „Das ist für jede Altersgruppe ein wichtiges Geheft.“ Wichtig sei es auch, die Angaben, die man darin macht, regelmäßig auf ihre Aktualität zu überprüfen. Da sind neben den Angaben zur eigenen Person wichtige Rufnummern von Ärzten oder Angehörigen, da sind Angaben zu Versicherungen und zur Einnahme von Medikamenten zu machen, Allergien sollte man eintragen, aber es geht auch um Einkommen und Vermögen, um Versorgung, um Bestattungs- und Nachlassregelungen.

Wie gesagt: Ein Thema, das sehr persönlich ist und das man auch gerne verdrängt, aber eines, um das man sich nichtsdestotrotz kümmern sollte. Im Interesse derer, die einem im Notfall helfen sollen und wollen, und damit auch im eigenen Interesse. Die Broschüre (Auflage erst einmal 3000 Stück), die sich an der ganz ähnlichen Mappe des Projektgruppe Senioren des Agenda- und Sozialbeirats der Stadt Freising orientiert, wird an alle 24 Landkreis-Gemeinden verteilt, wo man sie in den Rathäusern abholen kann. Und im Landratsamt gibt es sie auch.

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