Frau liest Kindern in Kuschelecke vor.
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Dank entsprechend niedriger Inzidenz können die Kitas im Landkreis Freising ab Montag, 22. Februar, wieder öffnen.

Krippen, Kindergärten, Horte öffnen wieder

Mit Maske und Schnelltests: So soll der Kita-Re-Start im Landkreis Freising gelingen

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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Jetzt ist es sicher: Am Montag beginnt der Re-Start bei den Kitas. Das FT beantwortet dazu die wichtigsten Fragen.

  • Weil die Inzidenz im Landkreis Freising unter 100 liegt, können Kitas am Montag, 22. Februar, wieder öffnen.
  • Das Personal ist angehalten, medizinische Masken zu tragen.
  • Eltern, die ihre Kinder bringen oder abholen, müssen FFP2-Masken tragen.
  • Neu: Für das Personal gibt es einmal wöchentlich einen kostenfreien Schnelltest.

Freising – Die Vorfreude beim pädagogischen Personal ist groß: Ab Montag starten die Kitas im Landkreis Freising in den sogenannten „eingeschränkten Normalbetrieb“. Da die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt, können alle angemeldeten Kinder wieder in Kindergarten, Krippe und Hort gebracht werden, teilt Landratsamtssprecher Robert Stangl mit. Allerdings sind die Schutzvorkehrungen noch mal deutlich höher als nach dem ersten Lockdown. Das FT beantwortet die wichtigsten Fragen.

Rund 300 Kinder gingen täglich in Notbetreuung

Rund 300 Kinder aus der Stadt Freising haben im zweiten Lockdown die Notbetreuung besucht. Mal mehr, mal weniger, teilt Christl Steinhart, Sprecherin der Stadt Freising, mit. Der Höchstwert wurde am Mittwoch, 17. Februar, erreicht: Da lieferten Eltern 388 Kinder in der Notbetreuung ab. Es gab aber auch Tage, wo es deutlich weniger als 300 Kinder waren. Zum Vergleich: Regulär werden in den 52 Gruppen der städtischen Kindertagesstätten rund 1200 eingeschriebene Kinder betreut.

Beschäftigte sollen medizinische Masken tragen

Ähnlich wie es bei den Schulen schon traditionell der Fall ist, wurden die Kitas spät über die konkreten verbindlichen Vorgaben des Ministeriums informiert. Erst am Donnerstagabend erhielt die Stadt die Aktualisierung des Rahmenhygieneplans.

Als Mund-Nasen-Bedeckung wird den Beschäftigten jetzt das Tragen medizinischer Masken anstelle von Alltagsmasken empfohlen. Maskenpflicht für die Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter besteht nicht nur auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, also zum Beispiel in der Garderobe oder auf dem Flur, sondern auch in Gruppen- und Schlafräumen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Bei Eltern reicht die Alltagsmaske nicht mehr

Wichtig für die Eltern: Auch sie müssen künftig beim Bringen und Abholen der Kinder eine medizinische Maske oder eine FFP2-Maske tragen. Dasselbe gilt für andere externe Besucherinnen und Besucher, zum Beispiel Lieferanten.

Wie bereits nach dem ersten Lockdown bleiben die Kinder weiterhin in festen Gruppen. „Offene Konzepte in den Kindertageseinrichtungen sind weiterhin nicht möglich“, heißt es in dem Newsletter des Familienministeriums.

Schnelltests sind bereits eingetroffen

Neu ist: Kita-Personal erhält ab sofort die Möglichkeit, Corona-Schnelltests vorzunehmen. Das gilt sowohl für pädagogischen Personal wie auch für andere Kräfte, die in direktem Kontakt zu den Kindern stehen, zum Beispiel das Küchenpersonal.

Für das Kita-Personal sind ab Montag kostenlose Schnelltests möglich.

Der Freistaat hat ein Starterpaket kostenfreier Antigen-Selbsttests für die Beschäftigten zur Verfügung gestellt. „Die städtischen Kitas wurden in dieser Woche bereits mit zunächst jeweils 25 Schnelltests versorgt“, berichtet Rathaussprecherin Christel Steinhart. „Alle Kita- Leitungen wurden von der Betriebsärztin der Stadt Freising als Multiplikatoren mit der korrekten Handhabung vertraut gemacht und praktisch eingewiesen.“ Angedacht ist der Selbsttest einmal wöchentlich, er basiert aber auf Freiwilligkeit.

Liebe Eltern, bitte halten Sie unbedingt die aktuellen Hygienevorgaben ein.“

Christl Steinhart, Sprecherin der Stadt Freising

Das Resultat ist binnen zirka 15 Minuten ablesbar. „Bei unsicheren oder gar positivem Ergebnis erfolgt in der betriebsärztlichen Praxis umgehend ein zweiter Test“, erklärt Steinhart.

Auch Distanzschüler dürfen in den Hort

Die Horte öffnen am Montag ebenfalls wieder, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Auch Kinder und Jugendliche, die sich im Distanzunterricht befinden, also zu Hause unterrichtet werden, dürfen die Hortbetreuung im Rahmen der abgeschlossenen Vereinbarung in Anspruch nehmen.

Der „einschränkte Regelbetrieb“ kann nur stattfinden, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Steigt sie über diesen Wert, kehrt der Kita-Betrieb am folgenden Tag in die Notbetreuung zurück. Sinkt er wieder unter 100, kann der Regelbetrieb erneut aufgenommen werden.

Appell an die Eltern

„Bitte halten Sie unbedingt die aktuellen Hygienevorgaben ein“, appelliert die Rathaussprecherin an die Eltern. Sollten zusätzliche Maßnahmen angeordnet werden, erfahren die Eltern das über die jeweilige Kita.

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