Landrat Helmut Petz: Bauen soll auch Thema beim Klimagipfel im Herbst sein.
+
Landrat Helmut Petz: Bauen soll auch Thema beim Klimagipfel im Herbst sein.

„Gute Baugestaltung“

Was sind die schönsten Freisinger Neubauten seit 2015? Interessierte können an Wettbewerb teilnehmen

Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs sollen die besten Bauwerke der vergangenen sechs Jahre gewürdigt werden. Dabei geht es um viel mehr als nur um Geld.

Freising – Höchst erfolgreich: Seit 35 Jahren gibt es den Wettbewerb „Gute Baugestaltung“ nun schon, und auch heuer wird er wieder ausgelobt. Der Landkreis Freising und die Kreishandwerkerschaft Freising prämieren die besten Beispiele für zukünftiges Bauen. Für Landrat Helmut Petz sind die Ergebnisse des Wettbewerbs allerdings auch ein hervorragender Ideenpool für den Freisinger Klimagipfel im Herbst.

Das Ziel des Wettbewerbs betonte Kreisbaumeisterin Antonia Seubert bei einer Pressekonferenz: Es soll qualitätsbewusstes Bauen im Landkreis gewürdigt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden – auch um Zukunftsperspektiven auf diesem Sektor sichtbar zu machen. Prämierungskriterien seien das Einfügen in die Umgebung, die gestalterische und handwerkliche Ausführung im Ganzen und im Detail, sowie die funktionale, wirtschaftliche und energetische Qualität des Gebäudes.

Nicht nur die Architekten, auch das Handwerk soll gewürdigt werden

Voraussetzung für eine Einreichung ist, dass die Gebäude innerhalb der vergangenen sechs Jahre mit dem Stichtag 1. Januar 2015 fertiggestellt worden sind und im Landkreis Freising liegen. Eingereicht werden können die Vorschläge von Bauherren, Architekten oder von beteiligten Firmen im gegenseitigen Einverständnis bis zum 15. September 2021. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro je eingereichtes Gebäude.

Für Kreishandwerksmeister Martin Reiter ist der Wettbewerb eine langjährige Erfolgsgeschichte des Landkreises, bei dem es „überhaupt nicht ums Geld geht“. Vor allem für Architekten sei eine mögliche Prämierung die „beste Werbung überhaupt“. Auch tauge der Wettbewerb dafür, einen neuen Blick auf Gewerbe-Immobilien zu eröffnen, denn diese seien laut Reiter ja auch nicht alle nur viereckige Gebäude. Am wichtigsten für ihn sei allerdings, dass das Handwerk mit dieser Auslobung gewürdigt werde.

Kreisbaumeisterin will Referenz-Objekte schaffen

Gerade in einer Zeit, ergänzte Seubert, in der die Bodenpreise im Landkreis immer weiter in die Höhe steigen, sei die Qualität der Bauvorhaben immer vordergründiger. Durch das Projekt „Gute Baugestaltung“ werden damit im Landkreis hervorragende Referenz-Objekte für zukünftige Bauherren geschaffen. Denn eines sei für sie schon auch wichtig: Das gebäudetechnische Gesicht des Landkreises soll unbedingt „gewahrt“ werden. Denn, so Petz, es gehe auch um Impulse für Nachahmer, die damit gesetzt werden könnten. Zukunftsorientiertes Bauen soll zudem auch Thema des Klimagipfels im Herbst sein, bei dem die prämierten Gebäude als Ideenpool in puncto energetisches Bauen dienen sollen.

Folgende Kategorien gibt es: Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser, Gewerbe und öffentliche Bauvorhaben sowie energiesparendes Bauen. Einzureichen sind maximal zwei DIN A3 Projekttafeln je Gebäude mit den wichtigsten Eckdaten wie beispielsweise Nutzung und Baujahr. Zudem sollen Fotografien (maximal vier) und ein Informationstext enthalten sein. Alles zusammen soll postalisch an das Landratsamt Freising, Kreisbaumeisterin Antonia Seubert SG 43, Landshuter Straße 31, in 85350 Freising verschickt werden. (Richard Lorenz)

Lesen Sie auch:

Die Personalratsvorsitzende des Schulamts Freising schlägt Alarm: Der Lehrermangel führt zu Entwicklungen, die gerade in der Pandemie fatal sind.

Dass nach heftigen Starkregen Keller volllaufen, liege nicht an Versäumnissen der Stadt Moosburg, betonen die Verantwortlichen - und bieten Hilfestellung an.

Zum dritten Mal in Folge haben Feiernde den Freisinger Forst als Müllhalde hinterlassen. Die Ehrenamtlichen, die sich um das Areal kümmern, ziehen Konsequenzen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare