Bereits reichlich gefüllt mit Salz sind die Streuguthallen auf dem Bauhof des Landkreises. Foto: lra
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Bereits reichlich gefüllt mit Salz sind die Streuguthallen auf dem Bauhof des Landkreises.

Neues Gerät angeschafft

Bereit für den Winterdienst: Landkreis-Bauhof hat technisch aufgerüstet

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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Der Landkreis-Bauhof hat für den Winterdienst technisch aufgerüstet und sich Glättemeldeanlagen angeschafft. Es ist nicht die einzige Neuerung.

Landkreis – Nachdem das Thermometer bereits am Montag deutliche Minusgrade angezeigt hat, soll der Winter am heutigen Dienstag erstmals in Freising vorbeischauen: Ab dem frühen Morgen ist stundenlanger leichter Schneefall vorausgesagt. Der Landkreis Freising ist dafür gerüstet. „Wir sind bereit“, sagt Korbinian Hobmeier, Leiter des Landkreisbauhofs.

Dem Winterdienst stehen fünf Fahrzeuge zur Verfügung. Diese sind mit Räumpflug und Feuchtsalzstreuer ausgestattet, die ein Fassungsvermögen zwischen drei und sechs Tonnen besitzen und über mittlere Streureichweiten von 28 bis 40 Kilometern verfügen. „Durch moderne Technik sind die Winterdienstgeräte innerhalb einer halben Stunde angebaut“, erklärt Hobmeier. „Das Befüllen mit Streugut dauert im Schnitt fünf bis zehn Minuten pro Fahrzeug.“ Für haftungsrechtliche Fragen erfolgt eine Datenaufzeichnung der Fahrstrecken – getrennt nach Räum- und Streustrecken mittels GPS.

Winterdienst: Spezielle Sensoren messen Temperatur der Fahrbahn

„Für jedes Fahrzeug gibt es einen bestimmten Räum- und Streuplan“, berichtet Hobmeier weiter. „Der jeweilige Fahrer entscheidet vor Ort, ob er räumen oder nur streuen muss.“ Eine Winterdienstroute ist gewöhnlich in zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden einspurig geräumt beziehungsweise gestreut. Zusätzlich kann der Landkreis bei Bedarf auf drei Subunternehmer zurückgreifen, die mit landkreiseigenem Winterdienstgerät auf privaten Lkw fahren.

Seit Kurzem haben die Einsatzleiter technisch noch mal nachgerüstet, denn der Landkreis hat zwei Glättemeldeanlagen angeschafft, teilt Hobmeier mit. „Spezielle Sensoren messen die Temperatur der Fahrbahnoberfläche und die Lufttemperatur.“ Zusätzlich erfasst eine Kamera, ob Schnee auf der Straße liegt. Die Daten sind online jederzeit abrufbar.

Rund 3500 Tonnen Salz passen in die Streuguthallen

Zugriff bekommt der Landkreisbauhof nun auch auf die Werte der Geräte, die das Staatliche Bauamt Freising an anderen Strecken zum Einsatz bringt. Die beiden Glättemeldeanlagen sind in Haindlfing bei der Radarstation sowie in Haarbach im Gemeindebereich Au angebracht. „Das sind markante Punkte, an denen wir öfter Probleme mit Schnee und Glatteis haben“, sagt Hobmeier. Betreiber des gesamten Netzes ist die Autobahndirektion Nordbayern.

Wie in jedem Jahr sind die Streuguthallen auf dem Bauhof des Landkreises gut mit Streusalz gefüllt. Sie fassen rund 3500 Tonnen. Von Dezember bis Ende März ist eine Rufbereitschaft im Drei-Schicht-Betrieb organisiert. Vom Deutschen Wetterdienst erhält der Bauhof mehrmals täglich die aktuellen Wetterprognosen für die kommenden Tage.

Die „Wetterspäher“ entscheiden, was zu tun ist

Zwei „Wetterspäher“ aus den Teams kontrollieren in der Nacht die Wetterentwicklung. „Sie entscheiden aufgrund ihres Wissens und ihrer Erfahrung, ob, wann und in welchem Umfang Winterdienst erforderlich ist“, sagt Hobmeier. Bei Bedarf alarmieren sie die Kollegen des Teams per Handy. Sind phasenweise keine winterlichen Straßenverhältnisse, besteht Rufbereitschaft von 3 bis 22 Uhr. Dies ist der Rahmen der gesetzlichen Räum- und Streuplicht. Bei extremen winterlichen Straßenverhältnissen kann der Einsatz rund um die Uhr erfolgen.

Etwas verändert hat sich das Straßennetz, für das der Landkreisbauhof zuständig ist. Seit vergangenem Montag ist die Nordostumfahrung Freising für den Verkehr freigegeben. In dem Zuge wurde die Strecke zwischen Erlau und Ortseingang Freising von der Bundesstraße zur Kreisstraße abgestuft. Andersrum läuft es bei der Westtangente Moosburg. Die ehemalige Kreisstraße wurde im Sommer zur Staatsstraße und wird entsprechend vom Staatlichen Bauamt geräumt und gestreut.

Wie berichtet, ist auch der Bauhof der Stadt Freising für Wintereinsätze gerüstet. 1200 Tonnen Salz wurden eingelagert. 72 Mitarbeiter stehen parat.

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