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Landkreis gibt bei Expressbus Gas

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Von: Andreas Beschorner

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Der lLE-Arbeitskreis Mobilität hat ein Konzept (Skizze) erarbeitete, das einen Expressbus vorsieht, der in Schweitenkirchen startet und die Pendler nach München bis zum U-Bahn-Anschluss in Garching bringt. © Elisa Holzer

Ein Expressbus auf der Autobahn A 9, eine Verbindung zwischen den Uni-Standorten Freising und Garching – das und noch viel mehr ist als konkrete Maßnahme im Nahverkehrsplan des Landkreises eingetragen.

Landkreis – Der Planungsausschuss des Landkreises am Donnerstag war mit großer Spannung erwartet worden: Die Diskussion um die neue, teils ungeliebte und kritisierte MVV-Tarifstrukturreform stand auf der Tagesordnung. Doch Landrat Josef Hauner setzte den Punkt ab, weil es nach den jüngsten Entwicklungen nichts mehr zu diskutieren gebe. Man wolle nicht über etwas reden, „was gar nicht mehr zur Abstimmung steht“, so Hauner.

Dennoch war es gestern spannend, ging es doch um die erste Konkretisierung von Maßnahmen im Rahmen des Nahverkehrsplans des Landkreises Freising. Eine vorläufige Bewertung aller möglichen Verbesserungsvorschläge bescherte 17 Maßnahmen einen grünen Punkt und damit eine positive Beurteilung. Darunter ein Bus zwischen den TU-Standorten Weihenstephan und Garching, der zwischen 6 und 21 Uhr stündlich verkehren sollte, elf Haltestellen bedienen könnte und 420 000 Euro im Jahr kosten würde. Eine andere Variante, die auch Pulling miteinbinden würde, sah der Landrat skeptisch, würde sich dadurch doch die Fahrtzeit verlängern. Ebenfalls mit einem grünen Punkt versehen wurde ein Expressbus, der in Schweitenkirchen starte und die Pendler nach München bis zum U-Bahn-Anschluss in Garching transportiere. In Frage käme beispielsweise das vom ILE-Arbeitskreis Mobilität erarbeitete Konzept, das zwischen 5 und 21 Uhr einen Stundentakt vorsieht, neue Haltestellen an mehreren Orten erfordert, von rund 400 Nutzern ausgeht und damit geschätzte Kosten von 580 000 Euro pro Jahr erzeugen würde.

Dass so ein ähnliches Angebot schon einmal nicht funktioniert habe und schlecht angenommen worden sei, schreckt nicht ab. Denn der Versuch damals fiel mit dem vierspurigen Ausbau der A 9 zusammen, was zu ständigen Verspätungen geführt hatte. Alle Maßnahmen, die der MVV bei der Beurteilung des Nahverkehrsplans positiv beurteilt hat, werden weiter untersucht.

Nicht mehr vorgelegt werden andere Änderungen und Verbesserungen im bestehenden Landkreis-Bussystem, die zur Fahrplanumstellung gestern einzeln beschlossen wurden und ab Dezember greifen. Die Umsetzung der Beschlüsse kostet den Landkreis 160 000 Euro pro Jahr mehr. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, auf die Hauner auch gestern wieder hinwies: Seit 2014 habe man die Ausgaben für den ÖPNV pro Jahr im Durchschnitt um 200 000 Euro gesteigert.

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