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Freudestrahlend überreichte am Sonntagvormittag Landrat Josef Hauner (l.) den Kulturpreis an den Vorsitzenden des Musikvereins Zolling, Franz Donauer.

Kulturpreisverleihung des Landkreises

Das „verbindende Element Kunst“

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Landkreis - Am Anfang ein Reitermarsch von Moltke, am Ende „Satisfaction“ von den Rolling Stones, dazwischen viele Auszeichnungen und schöne Worte. Gestern wurden die Kulturpreise des Landkreises Freising 2015 vergeben. Ein Vormittag auch im Zeichen von Orient und Okzident.

Wenn Kreisheimatpfleger Rudolf Goerge alle zwei Jahre an das Rednerpult tritt, um im Rahmen der Kulturpreisverleihung des Landkreises die Preisträger zu loben, dann gibt es da meistens eine Art roten Faden. Auch gestern: Nasreddin Hodscha, als Spötter, Betrüger, Philosoph und Schwätzer so eine Art Till Eulenspiegel des Orients, war die Person, an der Goerge seine Laudationes festmachte. Und das hatte seinen guten Grund, den Goerge auch offen aussprach und für den er Applaus erntete: „Heute wollen wir alle Streitigkeiten und politischen Querelen beiseite lassen und das Verbindende aufzeigen. Heute wollen wir ausgezeichnete Beispiele für Toleranz und Verständnis aufzeigen.“ Kunst und Kultur als Mittel der Völkerverständigung – das war auch gerade an der Stätte, an der gestern Vormittag erstmals die Kulturpreise von Landrat Josef Hauner überreicht wurden, von symbolträchtiger Bedeutung. Immerhin war auch der deutsch-türkische Chor „Gülnihal“ unter den Preisträgern. 

Und: Die neu errichtete Aula des Camerloher-Gymnasiums war nicht nur als Kunst- und Kulturstätte „eines der besten musischen Gymnasien Bayerns“, so Hauner, der ideale Platz für den Festakt. Die zahlreichen Gäste und die Preisträger hatten durch die Glasfront auch freien Blick auf das Containerdorf an der Wippenhauser Straße, in dem rund 550 Asylbewerber untergebracht sind. Bevor es am Ende der offiziellen Feier im Camerloher-Gymnasium ein „Afiyet olsum! Guten Appetit!“ von Goerge zu hören gab, wurden zwei Förderpreise, drei Anerkennungspreise und ein Kulturpreis (samt dazu gehörigen Schecks) übergeben. 

Gut, dass man mit dem „Musikverein in Zolling e.V.“ ein konzertantes Blasorchester mit dem Kulturpreis geehrt hatte, brauchte man sich so doch um die musikalische Gestaltung der Festveranstaltung keine Sorgen machen. Das Blasorchester, auch wegen seiner zahlreichen Gastauftritte im Ausland von Kärnten bis in die USA von Goerge als „musikalischer Kulturbotschafter“ des Landkreises bezeichnet, bewies gestern, wieso es den gekrönten Mohrenkopf zu Recht erhielt: „Mit Pauken und Trompeten“, so Goerge, sind eben nicht nur die Janitscharen in den Kampf gezogen, sondern auch die Musiker aus Zolling unter Leitung von Markus Fichtner in die Preisverleihung. Ob Marsch, Walzer oder Polka – „wir dürfen auf die Zollinger stolz sein“, hatte Goerge zu Recht behauptet. Stolz durfte man aber auch auf die anderen fünf Preisträger sein, die auch im Jahr 2015 für die künstlerische Vielfalt im „Kulturlandkreis Freising“ stünden, wie Landrat Hauner betont hatte.

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