Landrat Josef Hauner zieht positive Halbzeitbilanz

Alles eine Frage der Konsequenz

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Sein erster „Fall“ am 2. Mai 2014 war ein verletzter Mäusebussard. Jetzt, drei Jahre später, hat sich Landrat Josef Hauner bei seiner Halbzeitbilanz daran erinnert. Zentral waren freilich andere Themen – Schulen und Flüchtlinge zum Beispiel.

Freising– Ein gutes Arbeitsklima im Kreistag weitgehend ohne Parteipolitik – das war eines der Ziele, die Landrat Josef Hauner bei seinem Amtsantritt hatte. Nach drei Jahren und der „ersten Halbzeit“ konnte er nun sagen: „Gelungen!“ Hauner, der sein Wahlprogramm von 2014 immer in der Schreibtisch-Schublade liegen habe, konnte auch bei anderen Themen feststellen, dass man schon Vieles erreicht habe: Die Aula des Camerloher-Gymnasiums sei fertiggestellt worden, die Neubauten der Realschulen in Freising und Au seien in Arbeit, die Planungen für das berufliche Schulzentrum an der Wippenhauser Straße seien angelaufen – so nur einige Beispiele aus der Schullandschaft. Vier DIN A 4-Seiten umfasste die Aufzählung dessen, was man in drei Jahren Landrat Hauner alles auf die Beine gestellt habe: Bildungsregion und Gesundheitsregion sei man, habe 9,3 Millionen Euro in den ÖPNV investiert, habe neue Aktionen in Sachen Energiewende ins Leben gerufen, habe eine Kreisarchäologin eingestellt, einen Kreisseniorenbeirat gegründet, habe die Jugendsozialarbeit an Schulen weiter ausgebaut, und sei weiter mit Nachdruck dabei, gegen die dritte Startbahn zu kämpfen – so ein ganz kleiner Ausschnitt dessen, was Hauner aufzählte. Vor allem habe man in den vergangenen drei Jahren auch viel für die Verbesserung der Raumsituation des Landratsamtes getan: Ein Wohngebäude an der Alten Poststraße habe man angemietet, die früheren Büroräume am Klinikum belegt, freie Räume im Landratsamt genutzt, und das Stabsgebäude im Steinpark von der Stadt gekauft.


Vieles davon hatte sich Hauner vorgenommen, vieles davon war abzusehen. Was aber bei Amtsantritt nicht abzusehen gewesen sei, war die Herausforderung zur Unterbringung von über 2000 Flüchtlingen. Hauner erinnerte daran, dass Turnhallen belegt werden mussten, dass man in dreieinhalb Monaten die Containeranlage an der Wippenhauser Straße errichtet habe, dass man viel Personal eingestellt habe. Und Hauner betonte, dass dies „eine Gemeinschaftsleistung“ aller Beteiligten gewesen sei.

Dass es erst in jüngster Zeit Kritik wegen der Praxis im Landratsamt zur Vergabe von Arbeitserlaubnissen gebe, wertete Hauner so: „Bei uns herrscht eine gewisse Konsequenz.“ Und die zahle sich offenbar aus. Denn es gebe jetzt keine Klagen von Unternehmern mehr. Und weil sich herumgesprochen habe, dass man Wert auf die Identitätsklärung lege, würden solche Erklärungen von Asylbewerbern auch immer öfter vorgelegt. Auch mit dieser Entscheidung und Entwicklung ist Hauner also zufrieden.

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