Feuerwehreinsatz nach Überschwemmung in Landshut
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Feuerwehren aus dem Landkreis Freising unterstützen nach schweren Überschwemmungen in Landshut.

Nach heftigen Unwettern

Landshut überflutet: Kräfte aus Freising helfen im Kampf gegen die Wassermassen - Feuerwehr im Dauereinsatz

  • Armin Forster
    VonArmin Forster
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Unwetter haben schwere Überschwemmungen in Landshut ausgelöst. Im Kampf gegen die Fluten halfen auch Kräfte aus dem Raum Freising, wo es ebenfalls viele Einsätze gab.

Landshut/Freising - Die historische Altstadt mit braunen Wassermassen geflutet, von Autos sind teils nur noch Dächer zu sehen, tosende Sturzbäche rauschen Hangstraßen mitten im Ort hinunter: Die dramatischen Bilder, die es am Dienstagabend aus Landshut zu sehen gab, kennt man sonst nur aus der Tagesschau.

Schwere Unwetter in Landshut: Altstadt unter Wasser - Freisinger Einsatzkräfte eilen zur Hilfe

Diesmal haben sie sich aber nur wenige Kilometer von der Freisinger Landkreisgrenze entfernt abgespielt. Nach schweren Unwettern mit Starkregen standen weite Teile der Innenstadt unter Wasser.

Im Kampf gegen die Überschwemmungen in Landshut und den umliegenden Regionen waren nicht nur örtliche Kräfte im Einsatz. Auch aus dem benachbarten Landkreis Freising waren Unterstützungseinheiten angefordert worden, um der Wassermassen Herr zu werden.

Unwetter in Landshut: THW Freising rückt mit 40 Einsatzkräften an

So rückte beispielsweise aus der Stadt Freising gegen 19.30 Uhr das Katastrophenschutz-Löschfahrzeug aus, auch die Kameraden aus Au/Hallertau und Nandlstadt schickten Trupps mit Hochwasser-Gerätewagen in den Nachbarlandkreis. Das THW Freising war zwischenzeitlich „mit 40 Einsatzkräften und 17.000 Litern Pumpleistung pro Minute sowie sieben Einsatzfahrzeugen im Stadtgebiet und im Umgriff von Landshut am Werk“.

Dabei hatten die Ehrenamtlichen auch in der eigenen Heimatregion alle Hände voll zu tun. Während der Großteil der Bevölkerung das Fußballspiel Deutschland-England vor dem Fernseher verfolgte, wurden die Mitglieder von Hilfskräften zum wiederholten Mal innerhalb von wenigen Tagen zum Dauereinsatz alarmiert.

Während dem Deutschland-England-Spiel: Einsatzkräfte bei heftigen Unwetter im Dauereinsatz

Denn das heftige Unwetter mit Starkregen war pünktlich zum Anpfiff des EM-Achtelfinales auch über Freising und den Landkreis hinweggefegt. Wie Florian Wöhrl, Sprecher der Freisinger Wehr, berichtet, waren die Helfer ab 17.45 Uhr „pausenlos im Einsatz“. An mehreren Stellen in der Domstadt waren Bäume umgestürzt oder drohten, umzufallen.

Auch die Feuerwehr Moosburg hatte einen arbeitsreichen Abend. Gegen 23 Uhr zählte man in der Wache bereits 65 abgearbeitete Einsätze. „Mit nahezu allen Fahrzeugen waren wir im ganzen Stadtgebiet Moosburg im Einsatz. Von umgefallenen Bäumen bis überfluteten Kellern war wirklich alles dabei“, berichteten die Floriansjünger. Die Freiwillige Feuerwehr Eching musste unter anderem wegen eines Baums auf der A92 ausrücken.

Die zahlreichen Aktionen zogen sich bis tief in die Nacht hinein - und hielten auch die übrigen hauptamtlichen Einsatzkräfte in Atem. So registrierte das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord allein im Zeitraum zwischen 16.30 und 21.45 Uhr insgesamt 153 unwetterbedingte Einsätze.

Nach heftigen Gewittern im Landkreis Freising: Einsätze bis spät in die Nacht - Keine Verletzten

„Darüber hinaus wurden im gleichen Zeitraum 29 Einsätze erfasst, bei denen eine Verkehrsgefahr vorlag“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Hauptsächlich handelte es sich dabei um umgestürzte Bäume und umherfliegende Äste, die teilweise die Fahrbahnen blockierten.“ Die gute Nachricht: „Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden keine Personen verletzt.“

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