Das Bild zeigt das Unfallszenario am Kieswerk.
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Mit seinem Ausleger war der Lkw (hinten) an einer Traverse hängengeblieben. Der Wagen kippte dann gegen einen Betonpfeiler, weswegen der Fahrer (61) im Führerhaus eingequetscht und lebensgefährlich verletzt wurde.

Ausleger blieb an Traverse hängen

Lkw kippt in Kieswerk zur Seite: Fahrer eingequetscht - Lebensgefahr

  • Wolfgang Schnetz
    VonWolfgang Schnetz
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Lebensgefährlich verletzt wurde am Montag ein Lkw-Fahrer in einem Kieswerk. Er wurde im Führerhaus eingequetscht und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Freising/Pulling – Lebensgefährlich verletzt wurde am Montag gegen 13 Uhr der Mitarbeiter (62) eines Freisinger Bauunternehmens bei Ladearbeiten im Kieswerk bei Pulling. Wie die Polizei mitteilt, hatte der Fahrer (62) eines Freisinger Bauunternehmens seinen mit einem Kranarm ausgestatteten 7,5-Tonner Pritschenwagen mit Kies beladen lassen. Damit der Radlader auch laden konnte, musste der Fahrer den Kran des Lkw senkrecht nach oben stellen.

Unfall im Kieswerk bei Freising: Lkw-Fahrer eingequetscht

Nach dem Laden fuhr der Lkw-Fahrer in Richtung Waage ohne den Ausleger wieder zu senken. Auf diesem Weg musste er mehrere Förderbänder unterqueren. Der Lader-Fahrer versuchte den Lkw-Fahrer noch durch Hupen zu warnen. Der hörte das allerdings nicht und fuhr weiter. Der Kran fädelte dann an der Traverse des ersten Förderbands ein. Da der Lkw-Fahrer offensichtlich weiterfuhr, brachte der aufgebaute Druck den Lkw in Seitenlage. Der Wagen kippte dann so unglücklich mit der Fahrerseite des Führerhauses gegen das Betonfundament eines zweiten Förderbands, dass das Führerhaus komplett zerstört und der Fahrer eingeklemmt wurde. 

Sofortiger Alarm nach Unfall in Kieswerk: Freisinger Lkw-Fahrer von 50 Rettern befreit

Arbeiter des Werks alarmierten sofort die Rettungskräfte via Rettungsleitstelle. Am Einsatz beteiligt waren rund 50 Kräfte der Feuerwehren Freising, Pulling und Neufahrn mit acht Fahrzeugen, ferner zwei Rettungsfahrzeuge mit Notarzt und Einsatzleiter sowie vier Streifenbesatzungen der PI Freising. Kräfte der Verkehrspolizei Freising unterstützten beim Auslesen des Fahrtenschreibers.

Feuerwehr rettet eingequetschten Lkw-Fahrer bei Freisinger Kieswerk

Die Spezialisten der Feuerwehr machten sich sofort daran, den Lkw abzusichern und den lebensgefährlich Verletzten mittels hydraulischem Gerät aus der Lkw-Kabine zu befreien. Die Bergungsarbeiten dauerten über eine Stunde.  Nach der Erstversorgung durch das Rettungspersonal der BRK Freising wurde er mit dem Hubschrauber in ein Münchner Klinikum geflogen. Die Staatsanwaltschaft Landshut ordnete die Erstellung eines technischen Gutachtens an. Der Schaden beläuft sich auf mehrere 10 000 Euro. 

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