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Konkurrenz für den Wochenmarkt?

Lebensmittel vom Erzeuger online kaufen: Ein Angebot für Marktschwärmer

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Frische Lebensmittel aus der Region direkt vom Erzeuger kaufen – das geht natürlich am Wochenmarkt in Freising. Doch wer vormittags im Büro festsitzt, kann sich bald über eine weitere Möglichkeit des Einkaufens freuen. Ein junges Paar will eine Marktschwärmerei – und die Auswahl ist groß.

Freising – Das Grundprinzip: Im Internet gibt es eine Seite der Freisinger Marktschwärmerei. Dort stellen sich einige regionale Erzeuger vor und bieten ihre Waren an. Man packt das Gewünschte in einen virtuellen Warenkorb und bezahlt online. Einmal in der Woche kann man dann, im Freisinger Fall donnerstags von 17 bis 19 Uhr im Gebäude Mainburger Straße 25, seine Bestellung abholen – und gleichzeitig einen Plausch mit den Landwirten halten.

Die Initiatoren sind Sandra Sartison und Sebastian Braun (beide 28). „2012 haben wir die Idee in Frankreich entdeckt“, erzählt Braun. Freilich war das Studium damals noch wichtiger – deshalb blieb die Idee, eine Schwärmerei in der Heimat zu eröffnen, zunächst ganz weit im Hinterkopf. Als das junge Paar 2016 zusammen nach Freising kam, wurden die Pläne allerdings konkreter. Regional einkaufen fördern, den Fokus auf Kleinbauern legen – das ist der Gedanke hinter einer Marktschwärmerei. Und: „Wir vermeiden mit dem Konzept eine Überproduktion“, erklärt Sandra Sartison. Denn: Wenn die Landwirte im Vorfeld wissen, wie viel sie absetzen, können sie entsprechend planen – und müssen im Nachgang nicht einen Teil der Ware entsorgen.

Maximale Transparenz soll das Vertrauen der Freisinger in ihre Landwirte steigern. Die Bauern stellen sich online mit Profilen vor, zeigen, was sie produzieren. Und: „Unsere Partner sind maximal 30 Kilometer von Freising entfernt“, sagt Braun. Sie kommen sowohl aus dem Freisinger als auch aus dem Erdinger Landkreis. Aktuell sind es zwei – vier mehr werden sich noch anmelden. Das Angebot soll alles umfassen, was es beim Wochenmarkt auch gibt: Von Gemüse über Obst bis hin zu Wurst und Fleisch – und noch mehr. Denn: Auch Nudeln oder Mehl werden angeboten.

Ist es aber dann nicht Konkurrenz zum Wochenmarkt? „Es ist eher eine Ergänzung“, sagt Sartison. 150 Anmeldungen müssen ohnehin erst einmal eingehen, dass die Schwärmerei eröffnet. Aktuell stehen die beiden bei rund 50 Mitgliedern. Wenn der Verkauf Anfang-Mitte Mai starten soll, müssen sich somit noch einige Leute mehr anmelden.

Dann soll es sich natürlich auch ein bisschen für die beiden Betreiber der Schwärmerei lohnen. Vom Kaufpreis bekommen die beiden 8,35 Prozent, ebenso wie die Dachorganisation Marktschwärmer, die die gesamte Bürokratie übernimmt. Der Rest des Geldes bleibt komplett beim Erzeuger. Vor Ort bezahlen ist nicht möglich – es läuft alles online.

Gut zu wissen

Unter www.marktschwaermer.de/de/assemblies/9378 kann man der Schwärmerei Freising beitreten. Sobald ungefähr 150 Mitglieder beisammen sind, startet der Online-Verkauf. Weitere Erzeuger werden noch hinzukommen. Wer sich noch weiter informieren will, kann das unter www.marktschwaermer.de.

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