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Wir haben bestanden: Bei der Verleihung der Zeugnisse konnte Isolde Wagner (2. v. r.), Fachbereichsleiterin Sprachen, in zufriedene und stolze Gesichter blicken. Das viele Büffeln mit den Kursleitern Borjana Rey Adell (hinten, 3. v. l.) und Michael Scheidt (hinten, r.) hat sich durchaus gelohnt. 

Integrationskurs der vhs

Lernen, um anzukommen

Sie kommen aus Syrien, Nigeria, Moldawien oder Tunesien. Doch eines haben die Zuwanderer, die monatelang an der Freisinger Volkshochschule fleißig Deutsch gepaukt haben, gemein: Sie wollen sich in ihrer neuen Heimat nicht länger fremd fühlen.

Freising – Eine erfolgreiche Integration findet zu großen Teilen über Sprache statt. Sprache ist der Schlüssel für erfolgreiche Integration. Und die Volkshochschule Freising bietet bekanntlich Integrationskurse für Ausländer in Deutschland an. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) trägt die Kosten. Doch die Teilnehmer liefern mit eine Zuzahlung von 1,95 Euro einen Beitrag.

Der Sprachkurs vermittelt in 600 Stunden Deutschkenntnisse bis zum Niveau B1 (selbstständige Sprachverwendung). Doch nicht nur der Wortschatz steht im Vordergrund. Auch Übungen zum Hören und Verstehen gehören zum Curriculum. Zudem lernen die Teilnehmer in 60 zusätzlichen Stunden die Grundlagen deutscher Geschichte und Kultur und erfahren jede Menge über die deutsche Gesellschaft. Vier Mal pro Woche treffen sich die Teilnehmer mit ihrer Gruppenleitung, setzen sich in vielfältiger Weise mit Deutschland auseinander, machen Wortschatzarbeit, üben die Aussprache und lernen Landeskundliches.

Den Kurs, der Ende Februar mit dem „Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) schloss, leiteten Borjana Rey Adell und Michael Scheidt. Zusätzlich zum Unterricht in deutscher Sprache nahmen die Zuwanderer unter anderem an einer Stadtführung teil, kochten gemeinsam und erlebten vieles andere mehr. Außerdem hat die Gruppe auch im EDV-Raum die digitalen Lernmöglichkeiten erkundet – und kann den Computer künftig eigenständig einsetzen.

Den Kurs absolvierten 20 Teilnehmer aus Albanien, Bosnien Herzegowina, Tunesien, Syrien, Nigeria, Ungarn, Spanien, Griechenland, Indonesien, Serbien, Mazedonien, Kroatien, Türkei, Thailand, Rumänien und Moldawien. Viele dieser Schüler dürstet nach mehr Wissen. Sie haben sich bereits für weitere Kurse angemeldet, um ihre Kenntnisse zu vertiefen.

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