Für besseres Klima: Menschenkette in Freisinger Innenstadt mit Corona-Abstand
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Menschenkette mit Corona-Abstand: Für den Klimaschutz warben rund 100 Demonstranten in der Freisinger Innenstadt und achteten dabei auf den Infektionsschutz.

Menschenkette

Mahnwache in Freising: Pfarrerin wünscht sich mehr Klimaschutz von ihrer Kirche

Mit einer Menschenkette wurde in Freising für mehr Klimaschutz demonstriert. Bei der Mahnwache ergriff auch eine Geistliche deutliche Worte.

Freising – Rund 100 Freisinger haben am Freitagabend für bessere Klimapolitik demonstriert. Die Initiativen Mahnwache Klimagerechtigkeit und Fridays for Future organisierten eine Menschenkette entlang der Unteren Hauptstraße zwischen Marienplatz und General-von-Nagel-Straße.

In den zurückliegenden Jahren habe die Regierung den Klimaschutz konsequent „blockiert“. „16 verlorene Jahre reichen“, so der Tenor unter den Teilnehmern. Die Bundestagswahl am 26. September müsse zur „Klimawahl“ werden. Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz, die brennenden Wälder in Südeuropa und anderen Kontinenten hätten es erneut gezeigt: Auf die Folgen des Klimawandels – ob Hitze oder Hochwasser – müsse man sich mehr und mehr einstellen. Daher sei eine Regierung gefragt, die den Ausbau der erneuerbaren Energien rasch umsetze. „Für die Zukunft unserer Kinder“, betonte Versammlungsleiter Ernst Hörmann. „Wir müssen Druck aufbauen, dass auch die nächsten Generationen überleben können.“

„Die Zeit drängt“

Die Dringlichkeit des Themas war den Teilnehmern bewusst. „Mit meiner Anwesenheit will ich ein Zeichen für Klimaziele setzen“, betonte eine Freisingerin. „Die Zeit drängt“, meinte die evangelische Hochschulpfarrerin Anne Lüters, die ebenfalls bei der Menschenkette mit dabei war. „Ich würde mir wünschen, dass auch meine Kirche das noch konsequenter vertritt.“

Auf die Abstandsregeln wurde streng geachtet. Plakate, Schals und Tücher sorgten dafür, dass die Corona-Vorschriften eingehalten werden konnten. Dass jeder einzelne zum Ziel beitragen könne, wurde auf einem der Plakate herausgestellt: „Ich will mitmachen, beim Klimaschutz“, stand darauf. „Leer stehende Flächen nutzen, statt versiegeln“ und „Dämmen spart Energie“, wurde etwa angeraten.

Unter den Augen der Ordnungskräfte hatte sich die Menschenkette vom Marienplatz aus entlang der Unteren Hauptstraße aufgestellt. Obwohl, wie ursprünglich geplant, die Strecke nicht mehr über den Unteren Graben zurück zum Marienplatz ausgeweitet wurde, zeigten sich die Veranstalter mit der Resonanz zufrieden.
Maria Martin

Wie sieht der Freisinger Disco-Betreiber Max Riemensperger den geplanten Lockerungen entgegen? Und was hälter von 2G? Im Interview gibt er Antworten.

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