Nachfolger von KBR Heinz Fischer wird heute gewählt

Manfred Danner ist auf dem Sprung zum Kreisbrandrat

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Landkreis - Manfred Danner (45) aus Thonstetten kandiert für den Posten des Kreisbrandrats. Ob der leidenschaftliche Feuerwehrmann tatsächlich in die Fußstapfen von Heinz Fischer tritt, entscheidet sich zwar erst bei der Wahl am heutigen Freitag, doch die Chancen könnten besser nicht sein.

Viel wurde in den vergangenen Monaten spekuliert, wer denn die Nachfolge von Kreisbrandrat Heinz Fischer antreten könnte, der altersbedingt im Januar aus dem Amt ausscheidet. Bereits früh fiel der Name Manfred Danner. Immerhin hat sich der 45-jährige Thonstettener in den vergangenen 30 Jahren vom Jungfeuerwehrler bis zum Kreisbrandmeister hochgearbeitet. Und nun ist es offiziell: Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Thonstetten wurde Danner von Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt offiziell als Kandidat für das Amt des Kreisbrandrats vorgestellt.

Seit genau 30 Jahren ist Manfred Danner Mitglied bei der Feuerwehr Thonstetten, baute von 2000 bis 2011 die erste Jugendfeuerwehr der Ortswehr auf und war von 2003 bis 2016 Zweiter Kommandant der Thonstettener Wehr. Doch auch auf Kreisebene hat sich der zweifache Familienvater engagiert: Von 2002 bis 2015 war er Kreisjugendwart, wurde 2006 zum „Fach-Kreisbrandmeister Kreisjugendwart“ ernannt und am 1. August 2015 zum Kreisbrandmeister für den Abschnitt IV/3 befördert.

Nun also will er den Sprung an die Feuerwehr-Spitze wagen. „Ich habe mir diesen Schritt sehr gut überlegt“, verrät Danner. Schließlich warten auf ihn viel Arbeit und viel Verantwortung. Doch er sucht nach einer neuen Herausforderung, wie er sagt. Und so wird er sich am heutigen Freitag zur Wahl stellen, wenn die Kommandanten der 82 Landkreis-Wehren und der drei Werksfeuerwehren um 19 Uhr im Landratsamt über die Nachfolge von Kreisbrandrat Heinz Fischer entscheiden. Und die Chancen stehen gut: Wie zu vernehmen war, ist Manfred Danner der einzige Bewerber. „Mir wäre es lieber gewesen, wenn es zwei bis drei Kandidaten gäbe – dann wäre es eine richtige Wahl“, sagt Danner. So aber dürfte das Feld bestellt sein. Die formellen Voraussetzung erfüllt er jedenfalls: „Man muss Zug- und Verbandsführer sein“, sagt er. Und auch das achtseitige Konzept, das der 45-Jährige dem Landratsamt vorgelegt hat, scheint überzeugt zu haben.

Ganz oben auf der To-do-Liste von Manfred Danner steht der Erhalt der Ortsfeuerwehren – „allein schon wegen der Dorfgemeinschaft“. Die Arbeitskraft der Floriansjünger in den kleinen Orten weiß der Kreisbrandmeister zu schätzen. Auch Themen wie die Verbesserung des Digitalfunks in Gebäuden, die Überarbeitung des Aufgabenfeldes der Feuerwehr und das neue Funkkonzept sind Themen, denen sich Danner als Kreisbrandrat annehmen will. Nicht zu vergessen die Jugendarbeit, die er – ebenso wie Heinz Fischer – weiter ausbauen möchte.

Und noch etwas hat er mit dem amtierenden Kreisbrandrat gemeinsam: Langfristig schwebt ihm ein neues, größeres Ausbildungszentrum für die Feuerwehren vor. Die Einrichtung in Zolling platzt aus allen Nähten.

Deutliche Unterschiede zwischen Fischer und Danner wird es bei der Präsenz geben: „Ich kann und werde nicht bei allen Versammlungen und Veranstaltungen anwesend sein können“, kündigt er an. Schließlich arbeitet der leidenschaftliche Feuerwehrmann als Stellvertretender Schichtleiter und Reaktorfahrer bei der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz in Garching – und das wird er auch weiterhin tun. „Wenn man Vollzeit in die Arbeit geht, kann man nicht alles selber machen.“ Doch er hofft auf die Unterstützung des Kreisbrandkommandos, der Kommandanten und der vielen Feuerwehrmänner und -frauen im Landkreis.

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