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Erich Irlstorfer sucht im Wahlkampf das Gespräch mit den Bürgern.

MdB Erich Irlstorfer gibt Jahresausblick

„Die Ängste der Menschen nicht missbrauchen“

Freising – Erst Mitte Juni wird Erich Irlstorfer in den Bundestagswahlkampf einsteigen. Alle 50 Kommunen seines Wahlkreises will der CSU-Mann dann mindestens einmal besuchen. Irlstorfer fordert: Terror und Sicherheit dürften nicht in den Wahlkampf „verwurstelt“ werden. Man dürfe die Ängste der Menschen nicht missbrauchen. Und noch etwas fordert der CSU-Abgeordnete: 2017 muss die Startbahnfrage entschieden werden. „Das ist ein unsägliches Spiel. So geht es nicht mehr weiter.“

In einem Pressegespräch hat Irlstorfer gestern vor allem auf 2017 vorausgeblickt, hat dabei zunächst eine etwas andere Form des Wahlkampfs angekündigt. Er halte nichts von „Frontal-Veranstaltungen“, bei denen er auf die Zuhörer einrede. Nein: Die Ortsverbände könnten sich aus 15 Hauptthemen eines und außerdem eine dazu passende Veranstaltungsform auswählen. Ziel Irlstorfers: Er suche und wolle das Gespräch mit den Menschen, setze eher darauf als auf soziale Medien.

Das gelte im Übrigen auch für die AfD. Er werde sich zwar im Wahlkampf auf sich konzentrieren, seine Arbeit und seine Themen voranbringen. Aber wenn er angesprochen oder angegriffen werde, dann werde er „gut vorbereitet“ sein, so Irlstorfer. Er halte nichts davon, die AfD auszugrenzen. Und: „Ich werde kämpfen wie ein Tier.“ Was freilich passiert und was sein werde, sollte es nach der Wahl im September nicht einmal mehr für eine große Koalition reichen, das wisse er auch nicht.

Was Irlstorfer allerdings genau weiß, ist, dass in Sachen Startbahn endlich eine Entscheidung fallen müsse. Die Menschen bräuchten Planungssicherheit. Die Argumente seien ausgetauscht, jetzt müsse eine Entscheidung her. Das werde er auch Ministerpräsident Seehofer bei der heute beginnenden Klausur der CSU-Landesgruppe nahelegen.

Und noch ein Thema aus der Region wird Irlstorfer 2017 beackern: den Lärmschutz entlang der A 9. Vier Millionen Euro müsse er dafür auftreiben. Nachdem er bereits 1,5 Millionen beisammen habe (wir berichteten), werde er weiter auf die Suche nach Restmitteln gehen.

Auf bundespolitischer Ebene werde 2017 das Jahr sein, in dem die Ausbildung für Pflegeberufe neu geregelt werden soll. Auch wenn die Fronten verhärtet seien, so der gesundheitspolitische Sprecher der CSU in Berlin, werde er einen Kompromissvorschlag unterbreiten: Kranken-, Kinderkranken- und Altenpfleger sollen danach in den ersten beiden Jahren gemeinsam und generalistisch zu Pflegeassistenten ausgebildet werden. Danach könne in einem weiteren Jahr Ausbildung eine Spezialisierung für einen der drei Pflegebereiche stattfinden. Gleichzeitig solle es in jedem Bundesland aber auch eine Akademie mit ausschließlich generalistischer Ausbildung geben.

Was Europa betrifft, ist Irlstorfers Haltung klar: Europa sei nicht das Problem, sondern die Lösung. Freilich: Reformen seien „dringendst notwendig“.

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