Das Bild zeigt eine Computer-Darstellung der neuen Vöttinger Schule mit einer vielgliedrigen, neue Fassade.
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Imposant: So präsentiert sich die neue Vöttinger Schule aus der Blickrichtung Südwest.

Freising: Grünes Licht für Erweiterung der Grundschule Vötting

In Vötting „mehr erleben“ als nur Klassenzimmer

Die Grundschule Vötting wird erweitert. Die Entwurfsplanung (39,89 Millionen Euro) brachte der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport einstimmig auf den Weg.

Freising - Bis mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, dauert es noch gut ein Jahr. Die vorbereitenden Maßnahmen sollen an Pfingsten 2022 starten, der Baubeginn ist für August ins Auge gefasst. Eine Inbetriebnahme der Grundschule ist für das Schuljahr 2024/25 geplant. Nicht nur vom Raumangebot her wird das Schulhaus an der Hohenbacherner Straße attraktiver. Auch energetisch, technisch und im Hinblick auf den Brandschutz wird es auf den neuesten Stand gebracht. Rechnung getragen wurde auch einer zentralen Lüftungsanlage.

Lichtdurchflutet: So soll einmal die Aula der neuen Vöttinger Grundschule aussehen.

Die Beschreibung

Die bestehende Turnhalle, Aula sowie die Verbindungsbauten werden abgebrochen. Im Bestand erhalten bleiben die Hauptgebäude, die umstrukturiert und optisch „in Dialog mit den Neubauten“ treten sollen. So drückte es Architekt Franz Balda aus. Wo sich derzeit noch die Klassenzimmer befinden, wird nach der Sanierung, die Verwaltung des Ganztagsbetrieb mit den erforderlichen Mehrzweckräumen sowie Küche und Mensa beherbergt sein. Die Klassenzimmer, die für insgesamt 380 Schülerinnen und Schüler ausgelegt sein werden, werden in einem Neubau im Osten des Areals untergebracht. Dieses „Lernhaus“, so Balda, erhält vier Stockwerke, analog zu den vier Jahrgangsstufen. In einem „Cluster-System sind die Unterrichtsräume eines Jahrgangs um eine gemeinsame funktionale Mitte angeordnet. Jeder Jahrgang verfüge so über eine eigene „Lern-Etage“, die barrierefrei angelegt seien, erläuterte der Architekt. „Ganz im Sinne des Freisinger Schul- und Inklusionskonzepts“, ergänzte Bürgermeisterin Eva Bönig, die die Sitzung leitete.

Neues Verbindungsstück

Als Verbindungsstück zwischen Verwaltungs- und Lerngebäude werden Aula und Turnhalle fungieren. Die moderne Architektur sieht Flachdächer vor, die entweder mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, oder begehbar und begrünt werden. Ein wichtiger Bestandteil, um die Vorschriften für KfW55-Gebäude einzuhalten, so Balda. Gebäude mit diesem Standard erhalten besondere Förderung. Dass diese auch ein „Mehr“ an Platz böten, das betonte die Schulreferentin im Freisinger Stadtrat, Monika Riesch. Durchwegs begeistert vom Neubau mit Holzfassade zeigten sich auch andere Gremiumsmitglieder. Das neue Schulensemble garantiere ein „Mehr erleben“, als nur Klassenzimmer, merkte Robert Weller an.

Erste positive Resonanz

„Eine Atmosphäre, in der man gerne in die Schule geht“, meinte Andreas Mehltretter. In wie weit man die neuen Außenanlagen auch außerhalb des Schulbetriebs nutzen dürfe, fragte er. Die Öffnung der Schulhöfe sei eine Grundsatzfrage, sagte Referatsleiter Karl-Heinz Wimmer. Es ließe sich über das Sportentwicklungsprogramm der Stadt steuern. Dass die neue Turnhalle auch für den Sport- und Trainingsbetrieb der Vereine zur Verfügung stehen wird, wurde als positiv bewertet. „Ein Mehrwert für die Stadt“, so Susanne Günther.  

Maria Martin

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