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Blick durchs Mikroskop unter den Augen der Prominenz: Josef , Thomas und Finn mit (v. r. ) Landrat Josef Hauner, MdL Florian Herrmann, TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann, Staatssekretär Bernd Sibler und MdB Erich Irlstorfer.

Mint-Garage

Besondere Nachwuchs-Förderung in Freising: So wie einst Bill Gates

Freising - „Ich mach mein Ding!“ Und das ist gut so. Denn genau das ist es, wofür sie da ist: die MINT-Garage Freising, in der sich Kinder und Jugendliche selbst fit machen können in den naturwissenschaftlichen Zweigen.

Bill Gates hat auch in einer Garage begonnen, und was daraus geworden ist, weiß jeder: Microsoft. Deshalb scheint es durchaus sinnvoll und passend, dass die MINT-Initiative im Landkreis Freising kein Hochglanzlabor für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs bereit stellt, sondern eine alte Baracke der TU München an der Blumenstraße.

Gestern besuchte sogar Bernd Sibler, der Staatsekretär im Bayerischen Kultusministerium, die MINT-Garage, in der seit einiger Zeit an jedem Samstagvormittag Kinder und Jugendliche experimentieren, basteln, ausprobieren und tüfteln können. Und das ganz freiwillig! „Selber machen“ – das ist laut Professor Wilfried Huber, dem Koordinatorin der MINT-Region Freising, die eigentliche Idee dieses Projekts, für das es neben diversen Räumen auch schon durch Sponsorengelder erworbene Apparaturen gibt: Mikroskope da, ein 3 D-Drucker dort, Laptops und iPads, dazu Werkzeugkästen und Lötstationen – die sechs nutzbaren Räume lassen jedes kleine Bastler- und Forscherherz höher schlagen.

MINT, das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Und gerade in diesen Bereichen brauche man unbedingt qualifizierten Nachwuchs, weiß Sibler. Das MINT-Projekt sei deshalb besonders erfolgreich und wichtig, weil es eben keine einmalige Aktion darstelle, sondern nachhaltig wirke. Und das Beste: „Ihr lernt was und merkt es vielleicht gar nicht“, sagte der Staatssekretär zu den anwesenden Nachwuchskräften.

Die MINT-Garage ist für Wilfried Huber ein Ort, an dem „alles gemacht wird“. Egal, welche Ideen und Vorschläge die Kinder mitbringen – die Betreuer, nämlich Wissenschaftler und Studenten, Software-Entwickler, Techniker und Ingenieure, helfen bei der Umsetzung. Und wenn etwas mal nicht klappt, dann greift laut Sibler eine alte Weisheit: „Aus Fehlern wird man klug.“

Träger der MINT-Aktion in der Region ist die Ausbildungsoffensive Freising (AOF): Deren zweiter Vorsitzender Florian Herrmann sagte gestern, für MINT brauche es Absichtserklärungen und Gelder. Das allein helfe aber nichts. Das alles müsse auch in die Praxis umgesetzt werden. Die jetzt offiziell eröffnete MINT-Garage mache die Region Freising zu einem „Leuchtturm“. Wichtig: Alle Gelder fließen eins zu eins in die Arbeit mit den Kindern – sei es in die Anschaffung von Geräten oder in Mini-Jobs für betreuende Studenten. Und damit in die Forscher und naturwissenschaftlichen Karrieren von morgen.

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