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Arbeiten Hand in Hand: (v. l.) HSWT-Präsident Eric Veuillet, Vize-Präsident Carsten Lorz, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Maria Thon von der BayWa-Stiftung. lEH

„Ausbildungspakt mit Afrika“

Mit diesem internationalen Projekt kämpft die Freisinger Hochschule gegen den Hunger in der Welt

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Die Hochschule Weihenstephan und das Bundesministerium für Entwicklung beschließen den „Ausbildungspakt mit Afrika“. Die Zusammenarbeit will den Hunger in der Welt bekämpfen.

Freising – Es ist ein bekanntes afrikanisches Sprichwort: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Eric Veuillet, Präsident der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), richtete diese Worte fast als Appell an die rund 200 Gäste, die sich am Montagmittag zum feierlichen Auftakt des „Ausbildungspakts mit Afrika“ in der Freisinger Hochschule versammelt hatten. Diesen Pakt beschlossen neben der HSWT das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Verein Agrar-Kontakte international, die BayWa-Stiftung und die Grünen Innovationszentren.

Nahrungsmittelbedarf steigt bis 2050 um 60 Prozent

Neben Klimaschutz und Energiewende sei die globale Ernährung die wichtigste Überlebensfrage der Menschheit, betonte Bundesminister Gerd Müller (CSU). Die Weltbevölkerung wachse jährlich um 80 Millionen Menschen, davon zwei Drittel auf dem afrikanischen Kontinent. Das bedeute, dass der Nahrungsmittelbedarf weltweit bis 2050 um 60 Prozent steige. Ziel des Ausbildungspaktes, den das Bundesministerium zum Start mit drei Millionen Euro fördert, sei „eine Welt ohne Hunger zu schaffen, mit einem Afrika, das sich selbst ernährt“, sagte Müller. Darum seien die verschiedenen Akteure in der Pflicht, das dafür notwendige Wissen zu vermitteln. 600 Studierende aus acht afrikanischen Ländern würden in den kommenden drei Jahren Ausbildungen in Agrar-Management und verschiedenen grünen Themen durchlaufen und schließlich zu Multiplikatoren in ihrer Heimat werden.

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Kernbereiche, die es zu verbessern gelte, seien der lokal angepasste Sortenausbau, innovative Anbaumethoden, eine angepasste Mechanisierung, die der ganzen Bevölkerung zuteil wird, eine bessere Weiterverarbeitung der Erträge sowie die Verbreitung von Wissen. „Land, Wasser, Boden: Das Potenzial ist da“, sagte Müller. Nun gelte es, dieses Potenzial zum Wohle der gesamten Weltbevölkerung richtig zu nutzen.

„Die Landwirtschaft Afrikas braucht Ihre klugen Köpfe“

HSWT-Vizepräsident Carsten Lorz knüpfte an Müllers Worte an: „Wir möchten eine Plattform schaffen, die die Erfahrung aller Partner zusammenbringt, um auf Augenhöhe zu diskutieren.“ Durch ein Alumni-Netzwerk und Hochschulpatenschaften soll der Kontakt zudem intensiviert werden. Maria Thon, Geschäftsführerin der BayWa-Stiftung, die das Projekt unterstützt, wandte sich an die Studierenden: „Die Landwirtschaft Afrikas braucht Ihre klugen Köpfe.“

Für den Campus der HSWT hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller eine starke Rolle bei der Bekämpfung von Fluchtursachen vorgesehen. 

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