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Buttern en gros: Die Molkerei Wei henstephan hat 2016 in ihrer Produktionshalle eine komplett neue Anlage installiert. Werksleiter Michael Singer (Mitte) und Bürgermeisterin Eva Bönig (r.) verschafften sich einen Einblick.

Molkerei Weihenstephan

Warum Freising in den Alpen liegt

Sie war vor 50 Jahren schon blau eingewickelt, die Weihenstephaner Butter. Da zierte sie noch grüner Klee. Beliebt war das Produkt der damaligen Staatlichen Molkerei von Anfang an, aber bei weitem nicht so erfolgreich wie heute. In der neuen Butterei laufen gut 43 Millionen Stück pro Jahr vom Band.

Freising– Die Menschen, die sich gestern ihren Weg durch die 2016 in Betrieb gegangene neue Butterei der Molkerei Weihenstephan bahnten, sahen lustig aus. Sie trugen Haarnetze, hatten weiße Kittel an und trugen Überschuhe. Das musste sein, „wegen der Hygienevorschriften“, wie Werkleiter Michael Singer erklärte. Singer marschierte vorne weg. Unter den Besuchern, hauptsächlich Pressevertreter, war auch Freisings Bürgermeisterin Eva Bönig (Grüne). Die stellte auch gleich ein paar kritische Fragen im Anschluss einer Firmen- und Produktpräsentation durch Singer und den Geschäftsführer der zur Müllergruppe gehörenden Molkerei Weihenstephan, Frank Uszko. Bönig störte sich an dem Alpenpanorama, dass in der Werbung immer zu sehen sei. Das habe so gar nichts mit Freising zu tun, fand sie. „Das ist irreführend für uns Freisinger“, sagte sie und wollte wissen ob man das nicht besser auf „Freising fokussieren“ könne.

Uszko fand den Einwand berechtigt, gab allerdings zu bedenken, dass die Weihenstephaner Produkte in ganz Deutschland vertrieben würden und Bayern eben mit Almen und Wiesen assoziiert würde. Die seien ja auch gar nicht so weit weg. Unabhängig davon seien der Freising-Bezug und die Region wichtig. Im Sinne der Produkte ist das Uszko zufolge durchaus gegeben. Eine weitere Frage von Bönig zielte nämlich darauf ab, wo die verwendete Milch eigentlich herkommt. Der Geschäftsführer wollte sich im Detail zwar nicht auf Grenzen festlegen, stellte aber klar, dass im Zentrum Freising stehe und sich das Gebiet auf Rosenheim oder Aichach ausdehnen lasse. „Alles relativ nah, schon wegen der Transportkosten“, machte Uszko deutlich.

Dass die Molkerei Weihenstephan eine Menge Geld in die Hand genommen und tüchtig in Forschung und Technik investiert hat, das betonte Singer besonders. Er sprach von rund 25 Millionen in den letzten drei Jahren und davon, dass sich die Verkaufszahlen der Weihenstephaner Butter und die neu ins Programm genommene Variante „Die Streichzarte“ hervorragend entwickelt hätten. Zu den von Singer vorgelegten Fakten zählte etwa auch die angelieferte Milchmenge, die er auf 560 000 Kilogramm pro Tag bezifferte.

Einer der Höhepunkte der Präsentation war eine „Quasi-Live-Einspielung“ von Ski-Star und Sympathie-Träger Felix Neureuther, der Werbung macht für die Produkte der Molkerei Weihenstephan.

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