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An ihnen liegt es nicht: Die Handwerker arbeiten an der Oberen Hauptstraße auf Hochtouren. Doch eine der wichtigsten Maßnahmen der Innenstadtsanierung, die Moosach-Öffnung, verschiebt sich um mindestens ein Jahr.

Hiobsbotschaft

Moosach-Öffnung verschiebt sich um ein Jahr: Stadt Freising gibt Landratsamt die Schuld

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„Ärgerlich“, „bedauerlich“ – so lauten die Kommentare der Stadträte. Grund: Die Moosach-Öffnung verschiebt sich um mindestens ein Jahr – und könnte wesentlich teurer werden. Schuld, da ist man sich einig, ist das Landratsamt.

Freising – Der Bauabschnitt 6 der Umgestaltung der Innenstadt wird – nach den Vorarbeiten in diesem Jahr – zwischen Mai und November 2019 durchgeführt. Dann ist auch der Abschnitt zwischen der Weizengasse und der Amtsgerichtsgasse mit dem neuen Pflaster belegt. Auf dem Platz vor der Sparkasse wird sogar ein großer Baum stehen. 2,65 Millionen Euro wird dieser Bauabschnitt kosten, der Planungsausschuss hat dem am Mittwoch zugestimmt, der Stadtrat wird am 19. Juli Grünes Licht geben.

Was auf den ersten Blick wenig spektakulär wirkt, hat es in sich. Denn: BA 6 wurde vorgezogen, weil sich Bauabschnitt 2, der eigentlich im Jahr 2019 an der Reihe gewesen wäre, um mindestens ein Jahr verzögert. Dabei handelt es sich um das Herzstück der Innenstadtsanierung – die Moosach-Öffnung in der Oberen Hauptstraße. Die Hiobsbotschaft überbrachte am Nachmittag im Planungsausschuss Innenstadtkoordinator Michael Schulze.

Die Stadt versucht, die drohende Kostensteigung in den Griff zu bekommen

Im Februar 2017 hatte man die für BA 2 notwendigen Planfeststellungsunterlagen beim Landratsamt abgegeben, für Herbst 2017 war der Planfeststellungsbeschluss angekündigt. Doch davon ist man weit entfernt: Wie das Landratsamt zugeben musste, kann die Stadt Freising nicht vor Februar 2019 mit der Genehmigung rechnen. Das wiederum bedeute, so Schulze, dass man eben nicht in den Jahren 2019 und 2020 den Bauabschnitt 2 herstellen kann, sondern Baubeginn frühestens im März 2020 sein wird und mit der Fertigstellung erst Ende 2021 zu rechnen ist. Dass man nicht gleich im August oder September 2019 mit den Arbeiten beginnt, hängt damit zusammen, dass sich das Projekt dann über zwei Winterperioden hinziehen und sich Kosten bei einem ungünstigen Ausschreibungszeitpunkt im Frühjahr 2019 um 25 bis 30 Prozent erhöhen würden. Beides will man vermeiden, schreibt also erst im Herbst 2019 die Maßnahme aus.

Stadtrat Freitag betont: An dieser Stelle im Landratsamt hakt es immer

Die Stadträte reagierten sauer: Planungsreferent Franz Bernack (FSM) ärgerte sich, dass das Landratsamt „ohne Angabe von Gründen“ die Unterlagen offenbar einfach habe herumliegen und damit die Stadt habe „auflaufen“ lassen. Karl-Heinz Freitag (FW) betonte, es hake immer an der Stelle im Landratsamt, die die wasserrechtliche Genehmigung nicht fertig bringe. Da müsse man mal zu „Repressalien“ greifen. Dass Planer, Stadtwerke und Stadtverwaltung schnell reagiert und die Realisierung von BA 6 vorgezogen hätten, wurde von allen Seiten gelobt.

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