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Vielseitig ist das Moosburger Künstlertrio Elis abeth Kaulich, Richard Paul Furch und Christine Riedl (v. l.). Ihre Werke sind noch am Wochenende im Alten Gefängnis zu sehen.

Moosburger Künstlertrio im Alten Gefängnis

Facettenreiche Werkschau

Vielseitig und experimentierfreudig: das sind Christine Riedl, Elisabeth Kaulich und Richard Paul Furch. Eine Werkschau der drei Künstler aus Moosburg und Langenpreising ist derzeit im „Alten Gefängnis“ zu bewundern.

Freising – Der Langenpreisinger Maler Richard Paul Furch mag es gerne abwechslungsreich. Was für ihn als Künstler die Leinwand und der Pinsel ist, ist als Bildhauer der Holzklotz und die Kettensäge. Er verwandelt Eichenholz in teils recht filigrane Kunstwerke. Als schnitzender Filigrantechniker hat er mannshohe Stelen geschaffen, die teils recht geometrische Züge tragen, andere wie Torsen menschlicher Körper wirken. Apropos Menschen: die hat Furch auch mit Stift und Pinsel im Visier. In erdfarbenen Tönen arrangiert er eine Gruppe von Gauchos, die sich scheinbar um ein wärmendes Feuer scharen. Wie eine anonyme Masse bewegen sich Menschen am Münchner Stachus in Richtung Karlstor. Ganz menschenleere idyllische Stadtansichten hat Furch in Freising entlang der Angerbader- und der Fischergasse gefunden.

Das Auge ruhen lassen kann man vor allem auf Christine Riedls stimmungsvollen Aquarellarbeiten, die sie an den Seen im Münchner Oberland gezeichnet hat. Stimmungen am Meeresstrand bei Ebbe und Flut sind in zarten Pastelltönen festgehalten. Doch die Moosburger Malerin, die sich seit Jahren als Kursleiterin beim Krebshilfeverein Maria & Christoph engagiert, kann auch anders. Dass auch ganz viele unterschiedliche Materialien auf der Leinwand gut aussehen können, das beweist sie mit ihren großformatigen Bildern, die Buddha-Gesichter zeigen. Moosburgs Kulturreferent Rudi Heinz, der bei der Vernissage am Mittwochabend die Stadt Moosburg vertrat, würdigte Riedl als Künstlerin, die es gut verstehe, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. Gerade beim Malen mit Krebspatienten und deren Familien, stelle sie diese Tugend immer wieder unter Beweis.

Die dritte im Bunde des eingespielten Künstlertrios ist Elisabeth Kaulich. Sie sei eine „Spätzünderin“ sagte Heinz. Erst vor rund zehn Jahren habe sie mit dem Medium der Malerei begonnen. Nichtsdestotrotz fanden ihre Acryl-, Tusche-, Pastell- und Aquarellarbeiten die Bewunderung der Vernissagegäste. Ganz kräftig koloriert sie etwa die Kronen von Pinien, wie sie entlang der italienischen Toskanaküste immer wieder vorkommen. Ihre Stillleben mit Mohn-, Kornblumen und Tulpen haben ebenfalls eine aussagekräftige Sprache.                                                                                          Maria Martin

Gut zu wissen

Die Ausstellung im Alten Gefängnis ist noch an diesem Wochenende jeweils von 10 bis 19 Uhr zu besichtigen.

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