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Mit einem erlesenen Programm begeisterten die Musici de monte docto die Zuhörer im Freisinger Mariendom. Dem perfekten Zusammenspiel aller Musiker und Sänger konnte sich im Kirchenschiff niemand entziehen.

Musici de monte docto im Mariendom

Große Stimmen, hohe Kunst

Freising – Sie kommen vom Domberg, sie sind Sänger und sie sind Musiker. Deshalb heißen sie auch Cantores de monte docto beziehungsweise Musici de monte docto. Am Sonntag konnte man sie im Mariendom beim Abschlusskonzert der adventlichen Konzertreihe der Freisinger Dommusik erleben. 

Acht Sänger und sechs Musiker, dazu Domorganist Benedikt Celler und als Leiter Kirchenmusikdirektor Matthias Egger – es war eine kleine „Mannschaft“, die sich am Abend des vierten Advent ganz den barocken Werken eines Dietrich Buxtehude, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach widmete.

Doch wenn jemals der Spruch „Klein, aber fein“ zutraf, dann in diesem Fall. Denn die Stimmgewalt, die Emotionen und die Präzision, mit der die Sängerinnen und Sänger Buxtehudes Kantaten „Kommst du, Licht der Heiden“ und „Wie soll ich dich empfangen“ interpretierte, war schon die ganz hohe Kunst. Kongenial die Musici de monte docto mit ihren historischen Instrumenten und dem dadurch unverwechselbaren Klang der Barockmusik: Heinrich Bibers Sonata a 5 (h-Moll) war die eindrucksvolle Darbietung instrumentalen Könnens auf ganz hohem Niveau. Dem stand Domorganist Benedikt Celler mit Händels viersätzigem Konzert für Orgel und Orchester in F-Dur (HWV 295) in nichts nach. Das perfekte Zusammenspiel aller Musiker führte beim Hauptwerk des Abends, Bachs Adventskantate „Nun kommet, der Heiden Heiland“, zu einem Kunstgenuss, dem sich keiner der Zuhörer im Kirchenschiff entziehen konnte.

Die Sopranistinnen Beate Hariades und Elisabeth Schöx, Katharina Guglhör und Nicolas Hariades (Alt), die Tenöre Sebastian Schäfer und Klaus Steppberger, dazu Thomas Skambraks und Daniel Weiler (Bass) – die Cantores eben – erfüllten den Freisinger Mariendom mit ihren Stimmen, Hildegard Senninger und Armin Weinfurtner (Violinen), Franziska Kiesel und Kristin Schorr (Violen) sowie Thomas Landes (Violone) – also die Musici – ließen das Zeitalter des Barock wieder erstehen. Der glanzvolle Abschluss der Reihe von festlichen Domkonzerten in der Adventszeit war ein Musikgenuss, der in den Zuhörern noch lange nachklingen dürfte.

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