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Recheneinheit Karolii waren in der Q-Bar zu sehen – und vor allem zu hören.

Freisings Nacht der Musik

Musikalischer Hexenkessel

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Wenn das die Organisatoren des Eurovision Song Contests gewusst hätten, . . . Während in der Ukraine 26 Bands um den ESC-Sieg sangen, stieg zeitgleich am Samstag die echte und richtige und einzig wahre Musikparty am Wochenende in Freising. 18 Kneipen, 22 Bands bei der Nacht der Musik. Da konnte Kiew einpacken.

Freising Wohin denn nur? Pilgert man von West nach Ost? Wo ist harter Rock geboten? Wo gibt’s sanftere Klänge? Wo bekomme ich noch einen Sitzplatz? Fragen über Fragen, die sich die Besucher der Freisinger Nacht der Musik alle Jahre wieder stellen. Gerne stellen, denn gerade das Kneipenhopping und die Spannung, ob man einen Platz ergattert und ob gerade Pause ist, macht den Reiz der Veranstaltung aus, die seit den Honkytonk-Festival-Zeiten vom Verein Prima leben und stereo, kurz: Plus, organisiert wird. Was die Locations betrifft, war vieles bekannt, das Parkcafé zum Beispiel, bewährt, so wie die Soundbar, berühmt, zum Beispiel das Alte Gefängnis, und vielleicht sogar berüchtigt: das Furtner zum Beispiel oder auch Schneider’s. Sie sind immer Epizentren des Gedränges – und zwar egal, welche Band da gerade auftritt und die Gaststube in einen muskalischen Hexenkessel verwandelt.

Das Wetter meinte es endlich mal gut mit der Nacht der Musik. Der Marienplatz wurde zur Tanzfläche.

Im Jahre 2017 war es die Band mit dem längsten Namen aller Combos – das The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra im Furtner – und die vier Helden des Funk, Alternative und Blues – King Pigeon im Schneider’s.

Echten harten Rock gab es von Heavymörtel – und zwar in der neuen Location, bei Effe und Gold. Der Ansturm bei den „Frischlingen“ der langen Nacht war groß.

Aber es gab auch einen Neuling, einen Frischling, eine Premiere: Zum ersten Mal dabei war Effe & Gold. Und da ging es gleich heftig zur Sache. Echter harter Rock von Heavymörtel dröhnte aus den Boxen, Nirvana & Co. ließen grüßen. Und auch hier wurde das besondere Flair der Freisinger Nacht der Musik deutlich: Wenn die Bühne für die Musiker und der Platz für die Zuhörer ineinander übergehen. Effe & Gold hat seine Premiere bestanden. 2018 bitte gerne wieder. Zwischen Furtner und Schneider’s liegt, genau: das Etcetera – auch so eine Kneipe, die ohne Freisinger Nacht der Musik nicht kann (und andersherum). Die Paul Daly Band war am Samstag dort zu Gast – Irish Folk vom Allerfeinsten. Gegenüber ist die Q-Bar – die Location mit der sicherlich kleinsten „Bühne“ bei der Freisinger Nacht der Musik. Recheneinheit Karolii hieß das Duo plus tschechischem Computer, das sich auf ganz wenigen Quadratmetern bestens zurechtfand und etwas intonierte, das sie selbst „Electroclaschnik“ nennen. Auf ihre Stammkunden – und alle anderen selbstverständlich auch – können zwei Stätten zählen, die zwar wie Außenfilialen im Westen und Osten das Musik-Areal begrenzen, dennoch zum Beispiel wegen des Shuttlebusses untrennbar zur Freisinger Nacht der Musik gehören: Da ist in Vötting Antje’s Klimperkasten, wo heuer die Skiffle Skeletons für grandiose Stimmung sorgten, und das ist das Vis-á-vis an der Kölblstraße, wo zum Beispiel JabbadaFunk und Disko, Baby! eher das junge Publikum anzogen. In Neustift war auch Schrödls mit von der Partie. Wer das Programm aufmerksam las, der traf zweimal auf Bernie. Einmal die in Freisinger Landen allseits bekannten Berni & Konsorten, die das Café Marienplatz mit ihrem vielfältigen Repertoire geradezu fluteten, zum anderen die hier weniger bekannte Combo namens Homeless Bernies Boogie Nirvana, die das Oscar’s mit Blues, Rock’n’Roll und Boogie erbeben ließen.

Dass es im Bierstüberl mit Apollon’s Smile und Midlife or Crisis? einen musikalischen Doppelschlag gab, lag an Marc Hanow und Julian Hobmeier, die in beiden Bands tragende Rollen spielen. Alt und doch irgendwie neu war die am höchsten gelegene Location: der Lindenkeller. Im Unterhaus war mit Bierophil, Peter Voice & Johnny Beat, und dann zu noch späterer Stunde mit Paul Fiction & Tomislove Party angesagt, oben, im neuen Stadtgarten gab das Trio edelstoff Stoff.

Und weil das Wetter endlich einmal auch bei der Nacht der Musik für Nachtschwärmer schön war, erlebte der Stadtgarten seinen ersten großen Ansturm seit der Neueröffnung. Feuerprobe bestanden! Und wer es am Samstagabend nicht mehr ins Weißbräu Huber zur Monaco Musi & Friends geschafft hatte, der musste gar nicht traurig sein. Am Sonntag gab’s beim Frühschoppen eine zweite Auflage. Und dann war sie endgültig vorbei, die Freisinger Nacht der Musik. Man sieht sich. Spätestens 2018.

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