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Schmerzhafter Einschnitt: An dieser Stelle hat der unbekannte Täter die Säge angesetzt. Schaden: rund 1500 Euro. 

Nach der Sägen-Attacke auf den Dietersheimer Maibaum

„Solche Figuren sollten nicht ungestraft davonkommen“

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In der Mitte zersägt wurde der Dietersheimer Maibaum von einem Unbekannten zwischen Sonntag und Montag. Stephan Oberauer, Vorsitzender des Maibaumvereins ist entsetzt über diese „kriminelle Energie“.

Dietersheim/Au – Als im Jahr 2008 die Burschen des Garchinger Heimatvereins mit modernen Satellitentechnik (Google Earth) den Dietersheimer Maibaum im Mallertshofer Holz orteten und klauten, berichtete sogar das Fernsehen darüber. Der örtliche Maibaumverein löste das Traditionsstangerl daraufhin bei einer zünftigen, gemeinsamen Feier wieder aus und alles war gut. Maibaumklau ist nun mal auch eine Form der Tradition. Wenig mit Tradition zu tun hat allerdings das, was sich zwischen Sonntag, 17 Uhr, und Montag, 8 Uhr, in einem Waldstück bei Au/Hallertau ereignet hat. Abermals ging es um einen Maibaum, der für die Dietersheimer bestimmt war – gespendet vom Eigentümer des dortigen Waldes. „Wir haben mit viel Eifer und Arbeitsstunden den Maibaum eingeschlagen, entastet, geschepst, gehobelt und verladefertig im Tannet gelagert“, berichtet Stephan Oberauer, Vorsitzender des Maibaumvereins. Doch dann der Schock: Am Montagmorgen stellte sich heraus, dass ein Unbekannter das Prachtstück in der Mitte zersägt hat.

Oberauer ist entsprechend bedient: „Mit Brauchtum oder Gaudi hat das nichts mehr zu tun. Wohl aber mit krimineller Energie und einer Bösartigkeit, die uns alle fassungslos macht.“ Zumal man nicht wisse, was der unbekannte Vandale mit dieser Aktion bezwecken will.

Stinksauer: Maibaumvereins-Chef Stephan Oberauer.

Die Dietersheimer Maibaumfreunde haben daraufhin etwas gemacht, was sie bei einem Maibaumdiebstahl niemals machen würden: Strafanzeige bei der Polizeiinspektion Moosburg erstattet. Außerdem ist seitens des Vereins eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des oder der Täter führt.

„Wer fremdes Holz im Wald zersägt, ist kriminell“, sagt Stephan Oberauer. „Wer dabei noch Maibäume mutwillig zerstört, beschädigt unser Brauchtum, sägt an guten Traditionen und beleidigt unseren Einsatz dafür.“ Deshalb ist der Vereinschef überzeugt: „Solche Figuren, die eben diese Traditionen mit Füssen treten, sollten nicht ungestraft davonkommen!“

Auf Hinweise hofft weiterhin die Polizeiinspektion Moosburg, die unter der Telefonnummer (0 87 61) 30 18-0 erreichbar ist.

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