Nachruf auf Edith Kronawitter aus Freising

Abschied von einer großen Künstlerin

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Vor ein paar Wochen noch war sie in Marokko – nun hat Edith Kronawitter ihre letzte Reise angetreten. Ihre Kinder und Verwandten und ihre zahlreichen Freunde haben sich auf dem Friedhof St. Georg von ihr verabschiedet.

Freising – Auf oft weiten Reisen, in der Literatur und in der Kunst, hat Edith Kronawitter ihre Vorstellung vom Leben verwirklicht. Schon während ihrer Zeit als Grundschullehrerin beteiligte sie sich an öffentlichen Ausstellungen, absolvierte dann ein zusätzliches Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Mac Zimmermann und besuchte Kurse bei Vollrad Kutscher an der Sommerakademie in Irsee.

Künstlerisch gelebt hat Edith Kronawitter (†). 

Edith Kronawitters bevorzugte künstlerische Ausdrucksformen waren Installation und Video. Sie beschränkte sich minimalistisch auf wenige, meist einfache Materialien, erweiterte die bildnerischen Mittel aber durch Text oder Ton. Ihre Arbeiten nahmen den Betrachter mit hinein in einen sehr tief erlebten persönlichen Erfahrungsraum, seien es durch Briefe oder Fotos wachgerufene Erinnerungen oder landschaftliche Räume, wie ihr Feld in Goldshausen und vor allem Buchet8, ein Grundstück in einem kleinen Fleck in Niederbayern. Hier gründete sich 1994 die gleichnamige Künstlergruppe, mit der zusammen Edith Kronawitter seither an diversen Orten viele ihrer raumbezogenen Ausstellungen gestaltet hat.

Patienten einen von allen geschätzten Arzt am Krankenhaus auch ambulant konsultieren dürfen. Am 24. April ist Edith Kronawitter im Alter von 68 Jahren gestorben.

Am Ende der Trauerfeier in St. Maria erklangen noch einmal die Wassertropfen aus ihrer Installation „Underground Cave Water Dripping Sound“ aus der Ausstellung „Wasserturm 42“ vom Juli 2016. Es war der berührendste Moment ihres Abschieds.

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