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Zusammen mit den Donauauen sollen die Isarauen, hier bei Marzling, zum Nationalpark ernannt werden.

Dialogforum findet am Montag statt 

Der Nationalpark Isarauen rückt für den Landkreis Freising näher

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Nationalpark Isarauen. Für Viele ist das Musik in den Ohren. Und die Chancen, dass im Landkreis Freising ein Nationalpark eingerichtet wird, steigen. Für Montag hat Bayerns Umweltministerin zu einem Dialog-Forum geladen.

Freising – Wir schreiben das Jahr 2017: Das bayerische Kabinett beschließt, dass der Freistaat einen dritten Nationalpark bekommen soll. Zahlreiche Standorte werden daraufhin vorgeschlagen und wieder verworfen. Zwei Standorte sollen dann vorerst näher untersucht werden: die Donauauen und die Rhön. Doch dann schaltet sich der Freisinger Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Umweltausschusses, Christian Magerl (Grüne), ein und bringt die Isarauen ins Spiel.

Grund, wie ihn Magerl dem Freisinger Tagblatt erläutert: Die Donauauen allein hätten nicht die laut Bayerischem Naturschutzgesetz vorgeschriebene Größe von mindestens 10 000 Hektar, zusammen mit den Isarauen käme man aber auf diese Fläche. Vor allem: Die Isarauen seien ein Gebiet, das von der Wertigkeit und Bedeutung her ohne Zweifel dem Status eines Nationalparks entsprechen würde. Auenwälder seien die artenreichsten Lebensräume in Europa – sowohl was die Tier-, als auch was die Pflanzenwelt betreffe.Man trage international Verantwortung für solche Lebensräume. Magerls Vorschlag wird daraufhin offiziell ins weitere Verfahren aufgenommen.

Und jetzt folgt der nächste Schritt: Für Montag hat Umweltministerin Ulrike Scharf zu einer Informationsveranstaltung und zu einem Dialog-Forum ins Landratsamt Freising eingeladen. Ein wichtiger Termin, so weiß Magerl, werde dort doch abgeklopft, auf welche Resonanz ein Nationalpark Donauauen/Isarauen stoßen würde.

Auf jeden Fall, so rührt Magerl die Werbetrommel, wäre ein Auen-Nationalpark eine Neuerung in Deutschland. Der nächste Nationalpark dieser Art liege bei Wien. Dabei seien gerade Flüsse mit ihren Auenwäldern in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten besonders geschädigt und eingeschränkt worden, schildert Magerl: Mühlen, Ausleitungen, Begradigungen.

Sollten nun die in weiten Teilen vorbildlich renaturierten Isarauen im Landkreis Freising tatsächlich zum Nationalpark werden, dann würde das folgendermaßen laufen, so das Grünen-MdL: Erst werde eine Gebietskulisse festgelegt, dann ein Management-Plan erarbeitet, daraufhin ein Wege- und Besucherlenkungskonzept aufgestellt. Die Angst, dass man die Isarauen dann nicht mehr betreten dürfe, sei völlig unbegründet. Beweis: Andere Nationalparks hätten hohe Besucherzahlen.

Freilich: Rund 75 Prozent der Fläche müssten dann „aus der Nutzung herausgenommen“ werden, räumte Magerl ein. Sprich: Forstwirtschaftlich sei dort dann nicht mehr viel möglich. Aber auch das dürfte bei der Bevölkerung eher auf Zustimmung stoßen, prophezeit der Abgeordnete. Die Entscheidung des Kabinetts, ob die Isarauen zum Nationalpark werden, dürfte noch vor den Wahlen 2018 fallen.

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