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Dein neuen Gesichter bei der Agenda 21 präsentierte Robert Zellner (r., Stadt Freising): Ismet Ünal und Nadine Sukniak sind die neuen Sprecher der Gruppe.

Neue Chef-Etage bei der Agenda 21

„Ran an die Bürger“

Freising  Die Agenda 21 gibt es schon lange. Auch in Freising. Jetzt gibt es Jubiläen zu feiern. Und neue Sprecher gibt es auch.

Zehn Jahre ist es her, das gründete sich im Rahmen des Agenda 21- und Sozialbeirats die Projektgruppe Migration. Die zwei neuen Sprecher, die turnusgemäß gewählt wurden, haben gestern dargelegt, wie sie sich die Arbeit der Projektgruppe in nächster Zukunft vorstellen: Ismet Ünal, seit vielen Jahren das Gesicht der Islamischen Gemeinschaft in Freising, und Nadine Sukniak, Organisatorin des Kulturzelts bei „Zamma“, sind die neuen Sprecher.

Beide wollen die Projektgruppe bekannter machen, sie wollen vor allem „ran an die Bürger“: Zu den Sitzungen der Projektgruppe sollen auch Bürger und Migranten kommen, wünscht sich Sukniak, und man wolle in ganz konkreten Fällen helfen. Ünal betont, man wolle mithelfen, „damit wir etwas vorantreiben für das Zusammenleben in der Stadt“ – und das auf Basis der interkulturellen Leitlinien Freisings.

Mitgebracht hat man zur Vorstellung nicht nur die neue Broschüre „Herzlich Willkommen“, in der die allermeisten Einrichtungen in Freising aufgelistet und vorgestellt werden, die sich mit dem Thema Migration beschäftigen, sondern auch zwei andere Projekte, die aus der Arbeit dieser Agenda 21-Gruppe entstanden sind und fünf Jahre alt werden.

Da war zunächst der Treffpunkt Ehrenamt, 2011 als Ehrenamtsbörse ins Leben gerufen, zunächst von Andrea Gurr, seit 2014 von Johanna Sticksel geleitet, und ganz wertvoll bei der Vermittlung von ehrenamtlichen Kräften. 65 Prozent der Menschen, die in den vergangenen fünf Jahren beraten worden seien (rund 200 waren das), hätten inzwischen eine ehrenamtliche Tätigkeit aufgenommen, berichtete Robert Zellner (Sozialamt). Eine andere Einrichtung ist der Raum der Begegnung mit seinem Förderverein.

Vorsitzender Ulrich Bomme sprach von einer Erfolgsgeschichte: Über 40 Gruppen hätten die Räume bisher besucht und genutzt, jährlich kämen rund 10 000 Menschen dorthin – in jüngster Zeit vermehrt auch Helferkreise für Asyl und Migration. Motto: „Begegnung ohne Grenzen“. Ulrich Bommes Botschaft: Mitglied werden, damit der Verein noch stärker und noch wohltätiger werde.

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