Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger
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Eine neue Heimat war für D’Wildschützen schnell gefunden – sie kommen ab sofort bei den Königlich-privilegierten Feuerschützen in deren Heim unter. foto: 

Neue Heimat für „d’Wildschützen“  

„Gemütlichkeit“-Aus hat Konsequenzen

Die Schützengesellschaft „Gemütlichkeit Neustift“ hat die feste Absicht, sich im Oktober aufzulösen – mit Auswirkungen auch auf „D’Wildschützen Neustift“. Die brauchen nämlich ein neues Dach über dem Kopf – und sind auch schon fündig geworden.

Freising – Die aktuelle Situation veranlasste die Wildschützen jetzt, eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Vereinsheim in Tuching einzuberufen. Schützenmeister Georg Riedl informierte die 25 anwesenden Schützen. D’Wildschützen sind sozusagen Untermieter bei den „Gemütlichen“ in deren Räumlichkeiten in Tuching. Sein Kollege Peter Multerer, mit Unterbrechungen seit 35 Jahren Schützenmeister bei der „Gemütlichkeit“ Neustift, hört im Oktober auf – und es gibt keinen Nachfolger, so Riedl. Die Folge: Die Gemütlichkeit-Schützen kündigen zum 31. Dezember 2017 ihren Pachtvertrag fürs Schützenheim und stürzen damit sozusagen auch D’Wildschützen in die Bredouille. Die Riedl-Truppe könnte zwar in den Pachtvertrag einsteigen und als alleinige Pächterin das Schützenheim in Tuching führen. Aber in dem Pachtvertrag mit dem anderen Schützenverein seien „zu viele Knackpunkte enthalten, die für uns ein Riesenproblem wären“. Seit 2004 sind die Wildschützen Untermieter bei den Gemütlichen, zahlen seither jährlich 500 Euro und müssten im Fall der alleinigen Übernahme mit rund 3000 Euro Ausgaben in Jahr rechnen. „Da ist man schnell pleite“, erklärt der Schützenmeister,

Aber Georg Riedl wäre nicht Georg Riedl, wenn er nicht eine Lösung für seine Schützen parat haben würde. Er präsentierte seinen Schützenfreunden ein Konzept, das eine neue Bleibe im Haus der königlich-privilegierten Feuerschützen möglich macht. In Gesprächen mit dem Ausschuss der Feuerschützen hat er die Beiträge für Schießabende und den Unterhalt der Räumlichkeiten bereits vereinbart, die Vereinsfahne und andere Utensilien können im Schützenheim an der Bahn untergebracht werden. Auch für private Feiern könne man das Vereinsheim nutzen. Geschossen werden könne wie bisher freitags – Riedls Fazit: „Die Verhandlungen waren unkompliziert“. Überhaupt: „Besser können wir es nicht haben.“

Aus den Reihen seiner Mitglieder erhielt der Schützenmeister nur Lob für seinen Coup. Der Beschluss war dann eigentlich nur Formsache. Ohne Gegenstimme segneten die 25 Mitglieder der Wildschützen den Umzug von Tuching zu den Feuerschützen ab. Eine Hymne brachte der Ehrenvositzende Jakob Eder auf Georg Riedl aus: „Mit so einem Chef muss es einem Verein ja gut gehen“.                                                                                                                   Heinz Mettig

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