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Freude über den schmucken Raum: (v. l.) Barbara Mallmann, Birgit Kegler, Christl Orthen-Schmuker und Marianne Folger von der Hospizgruppe sowie Karl-Heinz und Hildegard Sturm von der CCGM-Stiftung, die die Kosten für den Innenausbau übernommen hat.

Mit Hilfe des Zufalls

Neue Ideen in neuen Räumen: Hospizgruppe Freising erweitert ihre Kapazitäten

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Die Hospizgruppe Freising hat ihre Kapazitäten erweitert. Dank eines neuen Raums können in Zukunft noch mehr Projekte realisiert werden. Dabei hat den Sterbebegleitern auch der Zufall geholfen.

Freising – Die Nachbarn blickten neidvoll drein. Wenige Stunden, bevor die Hospizgruppe Freising ihre neuen, 63 Quadratmeter großen Räumlichkeiten eingeweiht hat, fand dort schon der erste Termin statt. Die Kollegen aus den Landkreisen Erding, Landshut, Kelheim und Pfaffenhofen kamen zum Treffen des Regionalkreises Süd. „Und die haben wir richtig neidisch gemacht, weil wir jetzt so viel Platz haben“, berichtete Barbara Mallmann, leitende Koordinatorin der Hospizgruppe Freising.

Dabei hat auch der Zufall geholfen. „Wir haben in einer Vorstandssitzung davon gesprochen, dass wir expandieren wollen und dafür neue Räume brauchen“, erzählte Vorstandsvorsitzende Marianne Folger bei der Einweihung am Dienstagabend. Mit den vorhandenen Kapazitäten im ersten Stock der Mainburger Straße 1 könne man die geplanten neuen Projekte nicht realisieren. Nur zwei Tage später bekam sie Wind davon, dass das im Erdgeschoß des selben Gebäudes ansässige Versicherungsunternehmen bald auszieht. „Da bin ich sofort zur Vermieterin gelaufen und habe gefragt, ob wir da rein dürfen.“ Die Hospizgruppe durfte.

Künftig sollen in dem Raum auch Schulungen für Pflegekräfte stattfinden

Geholfen hat den Sterbebegleitern die CCGM-Stiftung aus Fahrenzhausen, die die Inneneinrichtung, unter anderem eine Küchenzeile, „spendiert“ hat, wie es Folger ausdrückte. „Wir wollten, dass der Raum offen und freundlich gestaltet ist, damit die Menschen sich auch zu uns reintrauen“, sagte Mallmann.

Sie und ihre Mitstreiter haben einiges vor. In den neuen Räumen sollen nicht nur die Treffen und Supervisionen der Hospizgruppe sowie Trauerangebote für Angehörige stattfinden. Hier werden künftig auch Patientenverfügungen und Vorsorge-Vollmachten ausgefüllt. „Das ist eine deutliche Verbesserung, weil nicht alle, die zu uns kommen, gut Treppen steigen können.“ Und ab 2019 sollen hier Pflegekräfte eine Palliativ-Basisschulung erhalten.

Zu den neuen Räumen kommen zusätzliche Kräfte. Im Januar 2019 wird das Koordinatoren-Team um eine sechste Mitarbeiterin verstärkt. Und das ehrenamtliche Team der Hospizbegleiter soll ebenfalls wachsen.

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