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Die Bienen-Schautafel präsentierten: LfL-Präsident Jakob Opperer, Annette Freibauer (LfL-Institut für Agrarökologie), Christof Janko und Elke Schweiger (beide LfL)

Neue Lfl-Schautafel vorgestellt

Bienenschutz sichert Lebensräume

Wie leben Bienen? Wie nutzen sie der Natur und was kann der Mensch zum Schutz für die Honigsammler tun? Diese Fragen und viele mehr werden auf der neuen Infotafel der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) beantwortet. Und die steht am Agrarökologischen Lehrpfad der LfL an der Langen Point.

Auch die Wildbienen sind unverzichtbar für den Erhalt blühender Kulturlandschaften.

Freising – „Bienen in der Kulturlandschaft“, ist die neue Schautafel übertitelt, die Lfl-Präsident Jakob Opperer offiziell auf dem Gelände der Lfl an der Langen Point vorstellte: „Die neue Schautafel ist Bestandteil unseres Agrarökologischen Lehrpfads, der ab sofort neben den bekannten Infos zu Streuobst, Hecken und Feldgehölze, Blühflächen und dem Gehölzlehrpfad auch den Lebensraum der Bienen erklärt.“ Mit der Tafel werde zudem eine Brücke zwischen zwischen Theorie und Natur geschlagen denn, so Opperer: „Die beschriebenen Lebensräume befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Tafel.“ Ergänzend dazu stellte die LfL die neue Broschüre „Bienen in der Kulturlandschaft“ vor. Sie gibt einen Überblick über die vielfältigen Lebensräume der Bienen und zeigt praktische Tipps, was jeder für Honig- und Wildbienen tun kann.

Bei der Blütenbestäubung durch Insekten spielen Honig- und Wildbienen die wichtigste Rolle. „Bienenschutz bedeutet Schutz von Lebensräumen“, betonte Elke Schweiger von der LfL bei der Vorstellung: „Dafür ist es wichtig, eine vielfältige und strukturreiche Kulturlandschaft zu erhalten und zu entwickeln.“ Deswegen sei es notwendig, das Anlegen und die Pflege von Hecken, Feldgehölzen, Ackerwildkräuter, Blühflächen, Ränder und Säume entlang landwirtschaftlich genutzter Flächen ebenso wenig aus den Augen zu verlieren wie der Erhalt von Streuobstbeständen und artenreichem Grünland. In diesem Zusammenhang wies Schweiger auf die Förderung von agrarökologischen Maßnahmen durch das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) hin. Die Expertin weiter: „Insekten und Bienen sind die unverzichtbare Basis für die biologische Vielfalt in der Kulturlandschaft.“ Praktische Tipps gibt’s dafür in der in der Infobroschüre: „Als Zielgruppe spricht sie vor allem Landwirte, Jäger, Imker, Naturschützer, Kommunen und Bürger an“, ergänzt Christof Janko (LfL), der mit Elke Schweiger hauptverantwortlich für die Entwicklung der Schautafel und der Broschüre war. Mit im Boot saßen Mitarbeiter des LfL-Instituts für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz. Aber auch das Institut für Bienenkunde und Imkerei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau sowie das Institut für Biodiversitätsinformation lieferten ihr Knowhow für das neue Info-Angebot.

Gut zu wissen

In Bayern sind rund 520 der 580 in Deutschland vorkommenden Bienenarten zu finden. Weltweit sind über 20 000 Bienenarten bekannt.

Honig- und auch Wildbienen sind für die Ökologie aufgrund ihrer Bestäubungsleistung von zentraler Bedeutung. Zwei Drittel aller Blütenpflanzen sowie 87 der weltweit 109 wichtigsten Kulturpflanzen sind auf tierische Bestäuber, wie Bienen oder Wildbienen angewiesen.

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