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Genauestens kontrolliert wird am Eingang des Amtsgerichts. Das durfte auch (v. l.) Justizminister Winfried Bausback erfahren. Der Leiter der Wachtmeisterei, Andreas Harsch, nahm ihn unter die Lupe – wie auch Gerichtsdirektorin Lore Sprickmann Kerkerinck.

Neuen Eingangsbereich eingeweiht

Mehr Sicherheit im Amtsgericht

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Bei Justizminister Winfried Bausback schlug der Metalldetektor im neuen Eingangsbereich des Amtsgerichts gleich an. Klar – mit Gürtel und Geldbeutel. Bausback kam aber in friedlicher Mission. Er freute sich, etwas „sehr Wichtiges“ einzuweihen. Nach dem aufwändigen Umbau ist das Amtsgericht nun noch sicherer.

Freising– Der neue Eingang des Amtsgerichts steht: Zusätzlich zum Metalldetektor und der Videoüberwachung der öffentlichen Bereiche gibt es jetzt auch eine „Vereinzelungsanlage“. Das heißt: Erst, wenn ein Besucher die Kontrolle passiert hat, kann der nächste eintreten. Und: Zeigt sich jemand aggressiv, können die Türen per Knopfdruck verschlossen werden.

Der Antrag für den Umbau wurde im Februar 2012 eingereicht, kurz nachdem in Dachau ein 31-jähriger Staatsanwalt im Gerichtssaal erschossen worden war. Eine Sicherheitsdebatte hatte man davor allerdings schon länger geführt. 470 000 Euro hat der Umbau gekostet – und fünf Jahre nach dem ersten Antrag konnte die scheidende Gerichtsdirektorin Lore Sprickmann Kerkerinck zusammen mit Justizminister Winfried Bausback nun die Einweihung feiern.

„Das ist dem bayerischen Landtag zu verdanken“, sagte Sprickmann Kerkerinck gestern beim Festakt. Denn: Die Mittel kamen von der Staatsregierung. Ein bisschen habe es zwar gedauert, bis man mit der Planung beginnen konnte, wie die Direktorin mit einem Augenzwinkern sagte „Aber wir sind halt Juristen und keine Planer.“

2014 war es dann endlich soweit: Die Kostenberechnung, damals ging man von 400 000 Euro aus, war fertig. Allerdings wurde erst im Juni 2016 gewerkelt. Das Bauende war für Ende Dezember geplant, Anfang Februar wurde der Umbau schließlich abgeschlossen. Justizminister Bausback stellte klar: „Wir weihen zwar hier nichts kulturell oder künstlerisch Wertvolles ein – aber etwas sehr Wichtiges.“ Die Verbesserung der Sicherheit in Justizgebäuden sei ihm ein Anliegen. Doch die neueste Technik könne nicht helfen, wenn man nicht das geeignete Personal habe. Dabei dankte er besonders den Wachtmeistern für ihre Arbeit.

Neben aller hinzugewonnener Sicherheit darf sich das Amtsgericht jetzt auch eine weitere Auszeichnung ans Revers heften: Der Eingangsbereich ist nun barrierefrei. Das sei laut Bausback nicht nur für Menschen mit Behinderung wichtig, sondern auch für Familien und Kleinkinder. Die lange Zeit vom Antrag bis zur Einweihung hat sich also gelohnt.

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