Neuer Fall von Vogelgrippe

Geflügel rund um den Pullinger Weiher muss wieder in den Stall

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Die Freude über die Auflockerung der Stallpflicht währte nur zehn Tage, zumindest für die Geflügelhalter und -züchter im Umkreis des Pullinger Weihers. Dort ist ein neuer Fall von Vogelgrippe aufgetreten. 

Am 15. März entdeckte ein Spaziergänger einen toten Schwan am Pullinger Weiher. Das Tier wurde zunächst vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim und dann vom Nationalen Referenzlabor, dem Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, untersucht. Von dort wurde das Veterinäramt im Landratsamt nun darüber informiert, dass bei diesem Schwan die hochpathogene Variante der Vogelgrippe vorliegt. Wie Eva Dörpinghaus, Sprecherin des Landratsamts Freising mitteilte, wurde jetzt - entsprechend der Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest - eine drei Kilometer große Schutzzone um den Fundort eingerichtet. In diesem Gebiet muss Geflügel nun wieder in geschlossenen Ställen oder unter einer dichten Abdeckung gehalten werden, die verhindert, dass Wildvögel oder Einträge von oben in das Gehege eindringen können. Außerdem sind verschiedene hygienische Maßnahmen durchzuführen, die im Einzelnen auf der Homepage des Landratsamts nachzulesen sind. 

„Diese Biosicherheitsmaßnahmen der Geflügelhalter sind das A und O, um weitere Übertragungen des Virus zu vermeiden“, betont die Leiterin des Veterinäramts, Dr. Barbara Knauer-Kraetzl. Der Zukauf von Geflügel über Geflügelmärkte, Geflügelbörsen oder mobile Geflügelhändler ist bis auf weiteres ebenso verboten wie die Durchführung derartiger Veranstaltungen in diesen Gebieten.

Betroffen sind aktuell elf Geflügelhalter in den Bereichen bei Pulling, Pallhausen und Achering auf Freisinger Gebiet, Giggenhausen auf dem Gebiet der Gemeinde Neufahrn und Teilen des Gemeindegebietes Hallbergmoos. Der exakte Umgriff der Schutzzone ist in der Amtlichen Bekanntmachung nachzulesen, der ebenfalls auf der Homepage des Landratsamts veröffentlicht ist.

Ironie der Geschichte: Erst am 17. März hatte das Umweltministerium bayernweit die Stallpflicht für Geflügel gelockert - zwei Tage, nachdem am Pullinger Weiher der Fund gemacht wurde, der sich jetzt als so verhängnisvoll erwiesen hat. Neben der neuen Schutzzone besteht die Stallpflicht  weiterhin im Umgriff des Moosburger Ausgleichsweihers, wo die ersten Fälle von Vogelgrippe im November 2016 gemeldet worden waren. 

Wie bereits gemeldet, besteht nach derzeitigem Kenntnisstand keine Gefahr für die menschliche Gesundheit durch diesen Subtyp der Vogelgrippe.

Rubriklistenbild: © dpa

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