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Joaquin von Dehn will als neuer Gastronom im Schafhof engen Kontakt zur Museumsleitung pflegen.

Interview

Neuer Pächter im Schafhof-Café: „Ein völlig unbelasteter Neuanfang“

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Freising - Neuer Wirt, neuer Name: Der Freisinger Joaquin von Dehn, Chef des Catering-Unternehmens Muskat aus Zolling, übernimmt am 1. Mai das Café im Europäischen Künstlerhaus Schafhof. Café Botanika soll es heißen. Nach den vielen Querelen zwischen den vorangegangenen Pächtern und der Museumsleitung ist das ein echter Neuanfang.

-Herr von Dehn, bisher waren Sie als Koch und Caterer unterwegs, jetzt Ihr erstes eigenes Lokal. Wie sieht Ihr Konzept aus?

Es wird eine klassische Museumsgastronomie mit starken internationalen Akzenten. Da wir werktags jeweils um 11 Uhr öffnen, werden wir mit Frühstück starten und danach Mittagessen im Bistrostil anbieten. Kleine, schnelle Gerichte, innovativ, keine 08/15-Ware. Alles dreht sich um zeitgemäßes Kochen, gerne auch vegane Angebote, hausgemachte Smoothies und täglich ein glutenfreier Kuchen neben den Klassikern. Wir gehen mit dem kulinarischen Zeitgeist – breit gefächert, international angehaucht und gesund.

-Zeigt sich Ihr Konzept auch im neuen Namen Café Botanika?

Dieser Name ist als Huldigung an diese wunderschöne grüne Oase zu verstehen. Dazu passend setzen wir auf frische und vitaminreiche Speisen. Ich hatte wirklich viele Namen im Kopf, die habe ich alle aufgeschrieben und mir dann von meiner Partnerin vorlesen lassen. Und da hat dann Café Botanika gewonnen. Außerdem führt ein Freund von mir im Baskenland ein Café gleichen Namens. Diese Parallele hat mir gut gefallen, weil wir ja im europäischen Künstlerhaus sind und hier viele Menschen aus ganz Europa zu Gast sind.

- Gibt es zum Start am 1. Mai eine Party?

Eine Party nicht, aber einen schönen Brunch. Es wird ein Spiegelbild, wie wir bei Muskat-Catering kochen: Die Auswahl wird von karibischen Empanadas über peruanisches Ceviche bis hin zu einem scharfen Thai-Curry reichen.

-Ihre Vorgänger haben große Konflikte mit der Museumsleitung ausgetragen. Wie wird Ihre Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus aussehen?

Mit dem Leiter des Schafhofs, Eike Berg, werden wir alle Termine für Veranstaltungen absprechen. Wir werden in engem Kontakt sein. Darauf freue ich mich. Ich bin zuversichtlich, dass das gut läuft.

-Sie machen sich also keine Sorgen um das Binnenklima?

Nein. Was hier vorher war, interessiert mich nicht. Für mich ist das hier ein völlig unbelasteter Neuanfang.

-Im Schafhof sind viele internationale Künstler zu Gast. Können Sie sich vorstellen, Ihre kulinarische Karte mit dem Programm abzuschmecken?

Mit dem Bezirk ist vereinbart, dass wir bei allen Veranstaltungen im Schafhof das Catering übernehmen. Das ist eine gute Gelegenheit, das Motto einer Ausstellung oder die Heimat eines Künstlers im kulinarischen Angebot zu spiegeln. Internationale Aspekt und kulinarische Zitate sind unser tägliches Brot bei Muskat. Ich möchte mit dem Café Botanika diesen wunderbaren Ort beleben und stärker in die Köpfe der Freisinger bringen.  ft

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