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Auf diesem Areal an der Johannisstraße soll die neue Bushaltestelle entstehen. Doch das Projekt wurde nicht von allen Räten im Planungsausschuss gut geheißen.

Neues Projekt an der Johannisstraße in Freising

Geplanter Bus-Halt nicht ohne Widerspruch

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23 Maßnahmen umfasst die 2011 vom Stadtrat einstimmig beschlossene Innenstadtkonzeption. Die Nummer 7: eine Bushaltestelle an der Johannisstraße, also im Westen der Stadt, an der die Touristen aussteigen und auch die Stadtbusse halten könnten. Gestern wurde dazu im Planungsausschuss eine Machbarkeitsstudie vorgelegt. Und plötzlich wurden Stimmen laut, die von einer Bushaltestelle an dieser Stelle nur noch wenig hielten. Und das ärgerte den OB.

Freising – Die Landschaftsarchitekten von der toponauten GmbH hatten sich Gedanken dazu gemacht, wie man den Park an der Johannisstraße und den Straßenraum umgestalten könne, um eine Bushaltestelle einzurichten. Verschiedene Varianten wurden untersucht und am Mittwoch dem Planungsausschuss vorgestellt. Zudem wurden Vorschläge gemacht, wie man die Aufenthaltsqualität für die Grünfläche an der Johannisstraße steigern könne. Denn was jetzt fast schon eine „Brachfläche“ sei, sollte doch eigentlich einen Park darstellen. Der Innenstadtbeirat, dem die Machbarkeitsstudie bereits im September vorgelegt worden war, habe zugestimmt und nur einige Empfehlungen ausgesprochen.

Am Mittwoch im Planungsausschuss war das teilweise ganz anders. „Das ist eher ein Notplan. So ist das nicht machbar“, eröffnete Umweltreferent Manfed Drobny (Grüne) den Reigen derer, die sich skeptisch und eher ablehnend äußerten. Er sehe Probleme, wenn sich die Busse an dieser Straße wieder in den Verkehr einordnen müssten. Und dass man Fahrradfahrer wegen dieser Maßnahme auf die Straße umleite, gehe ja gar nicht. Dass man außerdem die Grünflächen reduziere und ein Wartehäuschen errichte, widerspreche dem, was man in STEP 2030 festgeschrieben habe.

Ähnlich äußerte sich Ulrich Vogl (ÖDP): Für eine Bushaltestation sei das „eine interessante Stelle im positiven Sinn“, begann er. Dass aber „lapidar“ behauptet werde, dann müssten die Radler halt auf die Straße ausweichen, sei „ein Totschlagargument“. So lange es keine andere Lösung gebe, werde die Planung keine Mehrheit finden, sagte Vogl. „Gut“ fand die Planung Anton Frankl (FSM), „in sich nicht schlecht“ Robert Weller (FW). Er regte an, auch an der Ostseite der Stadt einen Halt einzurichten.

Die Stimmen, die sehr skeptisch gegenüber der Planung waren, ärgerten OB Tobias Eschenbacher. Man habe doch die 23 Maßnahmen der Innenstadt einstimmig beschlossen. Dass man jetzt Verbesserungsvorschläge einbringe und auf Probleme hinweise, sei ja legitim. Aber pauschal diese Maßnahme abzulehnen, das könne er nicht nachvollziehen. „Da brauchen wir ja gar keine Konzepte mehr aufzustellen.“

Drobny verteidigte sich: Wenn eine Machbarkeitsstudie es ergebe, dann sei so eine Maßnahme „eben nicht machbar“. Als es zu einem kurzen, aber giftigen Disput zwischen Drobny und dem Planer kam, schaltete sich Katrin Stockheim (FSM) ein: Man wolle doch den ÖPNV stärken, wolle Touristenbusse aus der Innenstadt fernhalten, habe für diese „tolle Maßnahme“ jetzt „eine gute Planung“. Dass man die torpediere, „ärgert mich“.

Freilich: Beim Beschluss, die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie abzusegnen und auch noch nach Optimierungen zu suchen, gab es nur zwei Gegenstimmen: von Drobny und Rosemarie Eberhard (fraktionslos).

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