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Luitpoldhalle wird zum Broadway

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Von: Andreas Beschorner

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Grell, schrill, knallig: So präsentierte die Broadway Musical Company „Hair“ in der Luitpoldhalle. Ein derart außergewöhnliches Spektakel hat es in dem Gebäude noch selten gegeben. © Lehmann

Was für eine Show: „Hair“ hat die Luitpoldhalle erobert. Die Broadway Musical Company New York hat im Rahmen ihrer Europatournee das weltberühmte Musical auch in Freising aufgeführt: Esoterik, LSD, Freiheit und „Make love, not war“ in der Domstadt. Oder anders ausgedrückt: „Let the sunshine in“.

Freising – Es geht bunt und flippig zu auf der Bühne: die Kostüme grell, die Hippie-Protagonisten schrill, die Beleuchtung knallig – das Feeling der Hippie-Bewegung Ende der 60er Jahre prägt an jenem Freitagabend die Atmosphäre in einer gut gefüllten Luitpoldhalle. Und die Freisinger sind begeistert: Das Ensemble – allen voran Brett Travis als Berger, Nick Anastasia als Claude und Michael Moore als Woof – begeistert vom ersten Song „Aquarius“ an. Manchmal mischen sich die Darsteller auch unter die Zuschauer und animieren zum Mitklatschen.

Das muss eigentlich gar nicht sein, denn die Lieder sind zum Teil schon längst zu Welthits geworden, vermitteln stets lockeres Lebensgefühl, reißen mit. Und die Tanzdarbietungen des Ensembles sind an Energie, an Können und an Synchronität eh kaum zu überbieten. Eine wirklich glanzvolle Musical-Show, die da abgezogen wurde. Kendra Payne ist die Regisseurin und Choreografin, der am Freitag auch die Freisinger dieses außergewöhnliche Musical-Spektakel zu verdanken haben.

Freilich: Was am Anfang so ausgelassen und lebensfroh daherkommt, was sich auf der Bühne als lustiges und quirliges Gewusel darstellt, das wird am Ende zu einer deprimierenden Geschichte von Tod und Trauer. Doch auch den Freisingern dürfte nach dem Gastspiel der exquisiten Musical-Truppe vom Broadway der letzte Song noch lange in den Ohren klingen: „Let the sunshine in“ singt der Chor. 

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