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Zu einem Schauplatz dramatischer Szenen wurde die Asylbewerberunterkunft an der Wippenauser Straße in Freising am vergangenen Donnerstag.

Beherzter Helfer

Notfall in Freisinger Unterkunft: Asylbewerber ringt mit dem Tod

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Freising - Mit großer Geistesgegenwart hat ein Mitarbeiter des Landratsamts auf einen Notfall in einer Asylbewerberunterkunft in Freising reagiert. Er kam einem Mann zu Hilfe, der bewusstlos neben dem Bett lag.

Normalerweise beginnt Hans-Georg Stehls Arbeitstag in der Asylbewerberunterkunft an der Wippenhauser Straße in Freising um 7.30 Uhr mit Routinetätigkeiten. Seit Februar 2016 wird der 59-Jährige als sogenannter „Kümmerer“ vom Landratsamt in der Asylbewerberunterkunft eingesetzt, in der rund 470 Flüchtlinge leben. In der Regel findet als erstes ein Übergabegespräch zwischen Stehl und dem Sicherheitsdienst statt, dann beginnen die Vorbereitungen für den anstehenden Tag. Am vergangenen Donnerstag aber war nichts wie sonst.

Helfer in höchster Not: Hans-Georg Stehl ist als „Kümmerer“ tätig.

Wie Eva Dörpinghaus, Sprecherin des Landratsamtes, gestern berichtete, machten aufgeregte Bewohner der Unterkunft Stehl auf einen Notfall aufmerksam. Ein Mann sei in sehr schlechter Verfassung, er möge ihn sich bitte ansehen. Geistesgegenwärtig zog der 59-Jährige Einweghandschuhe an und ging sofort mit in das Zimmer des Betroffenen. Der junge Mann, unauffällig und stets nett, lag bewusstlos auf dem Boden vor seinem Bett, der Puls war sehr schwach.

Stehl setzte sofort einen telefonischen Notruf ab und beförderte den jungen Mann in die stabile Seitenlage. Kurz danach hörte dieser zu atmen auf. Wie beim ersten Gespräch verabredet, rief der 59-Jährige erneut die Leitstelle an und ließ sich Anweisungen zur Wiederbelebung geben. Der „Kümmerer“ behandelte den Mann mit Herzdruckmassage, bis Notarzt und Sanitäter herbeigeeilt waren. Denen gelang es, den Mann dank Elektroschocks wiederzubeleben. Er wurde ins Klinikum Freising gebracht. Sein Zustand ist immer noch kritisch.

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