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64 Verdachtsfälle: „Omikron ist im Landkreis Freising angekommen“

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Von: Helmut Hobmaier

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Das Bild zeigt einen Forscher, der demonstriert, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.
Komplex sind die Labortests, die Omikron nachweisen: Hier zeigt ein Forscher, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird. © GOLLNOW/dpa

Aktuell 64 Verdachtsfälle im Klinikum Freising werden mit großer Sicherheit der neuen Omikron-Variante zugeordnet.

Landkreis – Die Omikron-Variante ist im Landkreis angekommen: Aktuell meldet das Landratsamt Freising bereits 64 Verdachtsfälle. Bei 59 der Betroffenen gebe es einen „labordiagnostischen Verdacht“ mittels variantenspezifischer PCR (vPCR) auf eine Infektion mit der Omikron-Variante (siehe „Gut zu wissen“). Diese vPCR-Testung sei allerdings „nahezu beweisend“, berichtet Robert Stangl, Sprecher des Landratsamts. Die Fälle würden jedoch noch als Verdachtsfälle bezeichnet, denn zum aktuellen Zeitpunkt müsse zur definitiven Bestätigung der Diagnose die Variante durch eine Gesamtgenomsequenzierung nachgewiesen werden. Dies sei bisher nur bei einer Person gelungen. Stangl: „Eine solche Untersuchung dauert bis zu zwei Wochen und ist oft mangels Qualität des Materials gar nicht möglich.“

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Die Symptome

Bei fünf der Infizierten bestehe der „hochgradige Verdacht“ aufgrund von Kontakten zu einem anderen Omikron-Verdachtsfall oder aufgrund einer Einreise aus einem Virusvariantengebiet. Hier gebe es noch keine Labordiagnose mittels vPCR, so Stangl. Von den 59 bearbeiteten Fällen sind nach Auskunft des Landratsamts neun asymptomatisch (alle geimpft) und 50 symptomatisch (42 geimpft, acht ungeimpft). Stangl: „Die Verläufe scheinen sich nicht deutlich von der Delta-Variante zu unterscheiden und reichen von leichten Erkältungssymptomen bis hin zu starken Grippesymptomen.“ Bisher sei kein Freisinger Fall bekannt, der aufgrund der Omikron-Variante ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Reiserückkehrer

14 der Fälle konnte man Reiserückkehrern zuordnen. Die Infizierten sind aus folgenden Ländern eingereist: Schweiz: 1, Portugal: 2, Italien: 1, Frankreich: 2, USA: 1, Spanien: 1 Großbritannien: 4, Südafrika: 2.

Gut zu wissen

Variantenspezifische PCR-Testungen werden verwendet, um bereits definierte Virusvarianten (zum Beispiel Delta oder Omikron) frühzeitig zu erkennen und zu erfassen. Dabei werden spezifische Mutationen mittels PCR erfasst, die für relevante Viruslinien charakteristisch sind. (Quelle: RKI).

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