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Die Stimmung ist gut beim bayerischen THW: (v. l.) Vize-Sprecher Michael Wüst (Freising), Sprecher André Stark (Obernburg), Ex-Sprecher Rudolf Skalitzky, Landesbeauftragter Fritz-Helge Voy und Vize-Sprecher Klaus Liepert.

Michael Wüst

Ortsbeauftragter und Vize-Landessprecher: Freisinger steigt beim THW auf

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Freising - Er repräsentiert nun rund 15 000 ehrenamtliche Kräfte: Michael Wüst aus Freising wurde zum stellvertretenden Landessprecher des THW gewählt. Er übernimmt das Amt in bewegten Zeiten.

Der Aufstieg kam für Michael Wüst (44) überraschend und plötzlich. Ende 2015 konnte Rudolf Skalitzky sein Amt als bayerischer Landessprecher des Technischen Hilfswerks (THW) aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Sein Stellvertreter André Stark übernahm die Leitung kommissarisch, der Freisinger Ortsbeauftragte Wüst kletterte auf den Posten des Stellvertreters – gemeinsam mit Klaus Liepert.

War die Lösung zunächst aus der Not geboren, wurde sie nun demokratisch abgesegnet. Bei der turnusgemäßigen Neuwahl in Lauf/Pegnitz bestätigten die 94 anwesenden wahlberechtigten Ortsbeauftragten das neu zusammengestellte Sprecher-Trio – sehr zur Freude von Wüst: „Wir haben uns als Team sehr gut gefunden.“ Mit seinem persönlichen Ergebnis von 85,1 Prozent ist er zufrieden. „Das gibt mir sehr breite Rückendeckung.“ Und die sei auch notwendig. Denn bei aller Freude über die sehr spannende Aufgabe schwinge auch Respekt vor der Verantwortung mit.

Die neu gewählten Landessprecher, die rund 15 000 ehrenamtliche THW-Angehörige in Bayern repräsentieren, haben ihr Amt in bewegten Zeiten übernommen. Als landesweit höchste Vertreter der Ehrenamtlichen werden sie auch in den großen Transformationsprozess miteinbezogen, in dem sich das THW befindet. „Die letzte große Umorganisation hatten wir zu Zeiten, als wir noch Angst hatten, dass die Russen den Westen überfallen könnten“, berichtet Wüst. Die Herausforderungen hätten sich geändert – Stichwort: Terrorgefahr. Aber auch Hochwasserkatastrophen würden eher zu- denn abnehmen. Da ist jeder Helfer willkommen.

„Ich möchte darauf hinwirken, die Attraktivität des THW zu verbessern“, betont Wüst denn auch. Daher sei es sinnvoll, die Ehrenamtlichen, dort von bürokratischen Arbeiten zu entlasten, wo es möglich und sinnvoll sei. Man müsse ein Umfeld schaffen, in dem die Menschen Freude daran hätten, sich für das THW zu engagieren. „Die Leute kommen zu uns, weil sie anderen helfen wollen und gern mit Technik umgehen. Die wenigsten melden sich, weil sie Verwaltung so geil finden.“

Gut zu wissen

Das THW ist eine Bundesbehörde des Bundesinnenministeriums. Sie besteht zu 98,5 Prozent aus ehrenamtlichen Einsatzkräften.

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