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In Pulling soll die alte Ortsmitte bei der Feuerwehr wiederbelebt werden. So sieht es das Entwicklungskonzept vor.

Entwicklungskonzepte

Ortszentren von Achering und Pulling sollen aufgewertet werden

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Vor rund einem Jahr hat man im Rahmen von STEP 2030 damit begonnen, für die Ortsteile Achering und Pulling Ortsteilentwicklungskonzepte zu erarbeiten. Und zwar, ganz wichtig, zusammen mit den Bürgern. Jetzt wurden die vorgesehenen Maßnahmen vorgestellt.

Pulling/Achering – Die Mitglieder des Planungsausschusses bekamen die Ergebnisse in ihrer jüngsten Sitzung präsentiert. Stefan Leuninger vom Stadtentwicklungs- und Stadtplanungsbüro Leuninger & Michler hatte zwei jeweils rund 100 Seiten dicke „Drehbücher“ für die Ortsentwicklung von Achering und Pulling erstellt, war aber auch im Ausschuss anwesend, um die wesentlichsten Erkenntnisse vorzutragen.

Leitlinien für die Ortsentwicklung von Achering sind zum Beispiel eine Nachverdichtung für Wohnflächen, allerdings keine großen gewerblichen Strukturen. Im Dialog mit den Bürgern habe man das sogenannte „Acheringer Ei“ entworfen. Will heißen: Eine Innenentwicklung soll angestrebt werden – an der Staatsstraße Gewerbe, Wohnen dahinter. Siedlungsflächen im Außenraum werden hingegen nicht angestrebt. Kirche und Feuerwehr sollen als Treffpunkte ausgebaut und gestärkt werden, Ortseingänge und Ortsdurchfahrt sollen gestalterisch verbessert werden. Außerdem wollen die Acheringer die sie umgebende Landschaft weiter für die Freizeit nutzen, die Pullinger Seen sollen besser zugänglich und weiter entwickelt werden.

In Achering sollen Kirche und Feuerwehr als Treffpunkte ausgebaut und gestärkt werden.

Für Pulling sieht es so aus: Da die Bindung der Bevölkerung zu „ihrem“ Ort sehr hoch ist, soll die Bevölkerung in den kommenden fünf bis zehn Jahren auf rund 2000 ansteigen können (derzeit sind es rund 1650). Nachverdichtung und das Schließen von Siedlungslücken sind hier die Schlagworte. Das große Aber: Eine Ausdehnung der Siedlung ins Freisinger Moos „ist unbedingt auszuschließen“, wie Leuninger erläuterte. Wichtig sei es, für Pulling und die Pullinger ein Zentrum zu haben: Die alte Ortsmitte bei der Feuerwehr soll deshalb wiederbelebt werden. Um die Lebensqualität in Pulling weiter zu erhöhen, ist daran gedacht, die Geschwindigkeit in der Ortsmitte auf 30 km/h zu reduzieren. Verbessert werden sollte die Anbindung des Radverkehrs an die Isar und Freising sowie das ÖPNV-Angebot.

Die nächsten Schritte sind nun zum einen, dass erste Maßnahmen umgesetzt werden und von der Verwaltung für beide Ortschaften Rahmenpläne erstellt werden, die dann die Grundlage für die Neuaufstellung eines Flächennutzungsplans und weitere Bebauungspläne bilden sollen. Parallel dazu beginnt man jetzt schon, das in Achering und Pulling so erfolgreich praktizierte Verfahren auf Hohenbachern und Kleinbachern anzuwenden. Für diese beiden Ortsteile beginnt nun der Weg hin zu einem Ortsteilentwicklungskonzept.

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