Barbara Schelle stellte die Planungender Pallottiner vor.

Pallottiner-Mönche bauen 50 Mietwohnungen

Freising - Die Pallottiner in Freising steigen ins Immobiliengeschäft ein: Auf einem Teil ihres Grundstücks im Freisinger Norden wollen sie 50 Mietwohnungen errichten. Nachverdichtung heißt das - und das sehen die Stadträte gern.

Schon vor längerer Zeit seien die Pallottiner auf die Stadt zugekommen, weil sie das Areal zwischen Realschule und Kloster an der Pallottinerstraße bebauen wollten, schilderte Stadtbaumeisterin Barbara Schelle im Planungsausschuss. Der Gestaltungsbeirat habe empfohlen, das Vorhaben mit einem Bebauungsplan zu regeln. Und dem ist der Planungsausschuss am Mittwoch nachgekommen, hat die Aufstellung eines solchen „B-Plans“ beschlossen.

Dabei ist das, was die Pallottiner vorhaben, bereits ziemlich detailliert ausgearbeitet: Über einer Tiefgarage sollen zwei mehrgeschoßige, kompakte Baukörper entstehen, in denen rund 50 Wohnungen untergebracht werden. Dass nach den derzeitigen Planungen aber nur „null bis drei Vier-Zimmer-Wohnungen“ vorgesehen seien, fand Birgit Großkopf (SPD) „sehr bedauerlich“.

Grundsätzlich hatten der Gestaltungsbeirat, die Verwaltung und am Mittwoch auch die Stadträte nichts gegen eine solche „Nachverdichtung“ und die Schaffung von Wohnraum einzuwenden. Der Teufel steckt da eher im Detail: Zum einen war es den Stadträten wichtig, dass der weiter östlich gelegene Klostergarten erhalten bleibe. Das bestätigte Schelle, schließlich handele es sich um einen „historischen Garten“. Trotzdem, so Benno Zierer (FW), werde für die Nachverdichtung „wieder eine grüne Insel in Freising aufgegeben“.

Zum anderen sei die Verkehrserschließung ein Problem, das man „ausgiebig behandeln“ müsse (Hans Hölzl, FSM) und das „die Herausforderung“ darstelle (Manfred Drobny, Grüne). Dass die Situation nicht einfach sei, wusste auch Schelle: Denn in den Vormittags- und Mittagsstunden sei die Pallottinerstraße durch den Verkehr rund um das Schulzentrum sowie durch die Tiefgaragen des ehemaligen Vimy-Areals bereits extrem belastet. Was im Bebauungsplan für das Gelände der früheren Vimy-Kaserne eigentlich vorgesehen war, nämlich eine Einbahnstraßenregelung für die Pallottinerstraße nur noch in Richtung Norden, sei bisher nicht umgesetzt worden. Jetzt will man wieder über eine „Neuregelung der Verkehrsführung“ in der Pallottinerstraße nachdenken.

Josef Krimmer (CSU) war zwar gegen einen Bebauungsplan, „der alles wieder nur vorschreibt“, stimmte aber auch für dessen Aufstellung. (zz)

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