Zukunftsbahnhof: So könnte das Café gegenüber des bestehenden Freisinger Bahnhofsgebäudes aussehen. Den Neubau eines solchen Holzpavillons hat die Deutsche Bahn beantragt. Die Stadt hat aber noch Bedenken.
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Zukunftsbahnhof: So könnte das Café gegenüber des bestehenden Freisinger Bahnhofsgebäudes aussehen. Den Neubau eines solchen Holzpavillons hat die Deutsche Bahn beantragt. Die Stadt hat aber noch Bedenken.

Café und Radlwerkstatt unter einem Dach: Stadt braucht von der Bahn noch Details und Unterlagen

Pavillon für Zukunftsbahnhof Freising noch nicht „komplett“

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Der Bahnhof zu Freising wurde von der Deutschen Bahn zum „Zukunftsbahnhof 2020“ erkoren. Jetzt will die DB Nägel mit Köpfen machen, hat bei der Stadt den Neubau eines Holzpavillons auf dem Areal des Kurzzeitparkplatzes gegenüber des Bahnhofeingangs beantragt, um dann schnellstmöglich tätig zu werden.

Freising - Ein Café und eine Fahrradwerkstatt sollen dort untergebracht werden. Doch die Planungsunterlagen reichten nicht aus, um von der Verwaltung und vom Planungsausschuss eine positive Stellungnahme zu bekommen. Beantragt war das Aufstellen des Holzpavillons in aufgeständerter Bauweise (inklusive Treppe und Rampe), damit einhergehend auch die Verlegung und Reduzierung der Kurzzeitparkplätze sowie die Installation eines Bücherschranks, eines Bike-O-Mats und einer Fahrradreparatursäule.

Das Ziel: Pendlern die Möglichkeit geben, vor Fahrtantritt ihr Fahrrad noch einmal überprüfen zu lassen und sich mit regionalen Produkten zu versorgen. Die Einbindung regionaler Produkte und regionaler Betreiber stehe also im Vordergrund, betont die DB. Laut vorgelegter Bedarfsanalyse könnte die vorhandene Anzahl an Kurzzeitparkplätzen (20 Stück plus drei für Menschen mit Behinderung und sieben für die Nutzung der Postfiliale) auf acht Kurzzeitparkplätze plus drei Behindertenstellplätze und die sieben Postparkplätze reduziert werden.

Weil in den vorgelegten Plänen allerdings nur sechs Kurzzeitparkplätze verzeichnet waren, drängte die Stadt in ihrer Stellungnahme darauf, dass doch zumindest die acht Stellplätze nachgewiesen werden. Außerdem verwies die Stadt darauf, dass die östlich des Holzpavillons verlaufende Wegeführung von der Münchner Straße zum Bahnhof von größter Bedeutung sei und nicht verschmälert werden sollte.

Dann seien da noch einige Punkte unklar, die eine Prüfung des Antrags durch die Bauaufsicht der Stadt Freising gar nicht zuließen: Da die bestehende öffentliche Toilettenanlage teilweise außer Betrieb genommen werden soll, stelle sich die Frage, ob die jetzt in den Planungen vorgesehene neue Toilettenanlage für den gesamten Bahnhofsbereich ausreichend sei.

Zudem fehlten noch Unterlagen mit Angaben zu den Gebäudehöhen und zum Stellplatzbedarf, was eine Prüfung ebenfalls verhindere. Fazit: Eine positive Stellungnahme der Stadt zu dem Vorhaben der DB sei nicht möglich. Der Vorhabenträger wurde gebeten, die aufgeführten Punkte zu überarbeiten, fehlende Unterlagen und Angaben zu ergänzen und dann der Stadt erneut vorzulegen.  

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