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Arbeit, die verbindet: Dank der Neufahrner Kurve, die 2018 fertiggestellt wird, können Züge, aus Landshut und Moosburg kommend, künftig direkt den Flughafen ansteuern. Über eine Rampe führen die neuen Gleise über ein Brückenbauwerk Richtung Airport.

Millionen-Projekt

Per Express zum Flughafen: Das Wichtigste zur Neufahrner Kurve

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Es ist ein Millionenprojekt, das noch 2018 abgeschlossen wird: die Neufahrner Kurve. Das FT beantwortet die wichtigsten Fragen zu der neuen Zugverbindung und kann damit auch Sorgen zerstreuen, die von Lesern geäußert wurden.

Landkreis – Die Weichen sind gestellt: Von langer Hand hat die Deutsche Bahn die Neufahrner Kurve geplant und dabei immer davon gesprochen, das 91 Millionen Euro teure Projekt im Herbst 2018 abschließen zu wollen. Wie berichtet, soll die Anbindung an das Schienennetz im Sommer über die Bühne gehen. Das FT beantwortet die wichtigsten Fragen zum Start der neuen Verbindung zwischen Ostbayern und dem Flughafen.

Wann geht die Kurve in Betrieb?

Die Deutsche Bahn kann ihren Zeitplan offenbar einhalten. Wie ein DB-Sprecher dem FT mitteilte, geht die Neufahrner Kurve am 9. Dezember, dem zweiten Adventssonntag, in Betrieb. An diesem Tag tritt der neue Fahrplan in Kraft. Eine offizielle Einweihung ist zwar geplant, Programm und genauer Termin stehen aber laut DB-Sprecher noch nicht fest.

Fahren dann weniger Züge nach München?

Wie berichtet, gehen die Arbeiten im Sommer in den Endspurt. Ab 27. Juli wird die weitestgehend fertiggestellte Kurve an das elektronische Stellwerk angeschlossen. Bahn-Kunden müssen dann mal wieder stark sein. Denn zwischen Feldmoching und Freising sowie Neufahrn und Flughafen werden dann die Strecken wochenlang gesperrt sein. Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.

Wo sich die Wege trennen: Während Regio-Express und ALEX auf dem Gleis oben geradeaus nach Neufahrn beziehungsweise München weiterfahren, biegt der neue Flughafen-Express links auf die Kurve Richtung Airport ab und begegnet dort der Flughafen-S-Bahn.

Das ist jedoch nicht die einzige Sorge vieler Pendler. So wandte sich ein FT-Leser an die Redaktion. Er befürchtet, dass weniger Züge von Moosburg und Freising aus nach München fahren könnten, sobald die Linie vom Landkreis-Norden zum Flughafen hin steht. „Freising wurde dann als Standort/Lebensraum für Pendler mit Arbeitsplatz in München zusehends uninteressant, für mich in jedem Falle ungragbar werden“, schreibt der Leser.

Doch diese Angst ist unbegründet, wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) versichert, die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Freistaat plant, koordiniert und finanziert. BEG-Geschäftsführer Johann Niggl erklärte, dass für die Anbindung zum Flughafen ein „neues Express-Produkt“ an den Start geht: der Überregionale Flughafenexpress (ÜFEX). „Alle parallelen Verkehre verbleiben im Status quo.“ Heißt: DB-Regio-Express und Alex fahren in gleicher Taktung wie bisher weiter nach München.

Wie ist der Flughafen-Express konzipiert?

Der ÜFEX wird in beiden Richtungen stündlich Regensburg, Landshut und den Flughafen im Erdinger Moos miteinander verbinden. Die Fahrzeit zwischen Regensburg und dem Airport soll künftig eineinviertel Stunden betragen. „Der ÜFEX wird unterwegs auch die Stationen Moosburg und Freising bedienen“, erklärt Johann Niggl. „Die erste Abfahrt in Regensburg wird gegen 3.15 Uhr am frühen Morgen sein, damit Fluggäste und Mitarbeiter des Flughafens rechtzeitig gegen 4.30 Uhr zum Check-in beziehungsweise zum Schichtbeginn am Ziel sind. Die letzte Abfahrt am Flughafen erfolgt gegen 0.30 Uhr.“

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