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Kreativ denken und handeln: Das sollen die Schüler durch Basteln dieser Boxen lernen, in denen sie die Utensilien und Notizen zum Projekt aufbewahren. Birgit Mooser-Niefanger und Verena Bentele (2. und 3. v. l.) unterstützen sie dabei.

Persönlichkeitsprojekt an der Freisinger Paul-Gerhardt-Mittelschule

„Ich habe gelernt, Respekt zu haben“

Sie ist mehrfache Goldmedaillengewinnerin bei den Paralympics: Spitzensportlerin Verena Bentele besuchte im Rahmen des Projekts „Zack“ der SV Zukunft unter anderem die 9. Klassen der Paul-Gerhardt-Mittelschule. So unterstützten sie Jugendliche bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

Freising – „Ich habe gelernt Respekt zu haben.“,war eine Antwort von einem Schüler, die die Leiterin des Projekts „Zack“ auf die Frage, was die Schüler von den letzten Wochen mitgenommen haben, bekommen hat. Und er ist nicht der einzige, der eine so große Errungenschaft mit der Hilfe der Referenten, wie der zwölffachen Paralympics-Siegerin Verena Bentele oder dem Freisinger Triathleten Florian Wildgruber, erreicht hat. So erzählt der noch nicht lange in Deutschland lebende Adil, dass er, obwohl er erst seit kurzem in eine Regelklasse geht, schnell durch das Projekt für Persönlichkeitsentwicklung Deutsch gelernt habe. Nicht nur er, sondern auch seine Familie und Freunde seien stolz auf ihn.

Die Schüler der 9. Klasse stehen selbstsicher vor der Spitzensportlerin, der Projektleiterin Birgit Mooser-Niefanger, ihrer Lehrerin, der stellvertretenden Schulleiterin Sabine Jackermaier und den Mitschülern. Sie alle beantworten die Abschlussfrage von Verena Bentele: „Für was würdest du dir eine Goldmedaille verleihen?“ Die Schüler haben einige Minuten Zeit, sich auf die Präsentation vorzubereiten, und die Ergebnisse sind sehr überzeugend: „Ich gehe motivierter zu Proben.“ „Ich verbessere meine Noten.“ „Ich helfe anderen öfter.“ Oder: „Ich kann offener reden.“

Die Projektleiterin erklärt, dass die Persönlichkeit durch drei Metaphern aus dem Sport veranschaulicht wird: innere Einstellung, Taktik und Fitness. Das sollen dieSchüler in diesem Programm lernen, das seit Oktober 2017 in der Schule stattfindet. Dazu besuchen Sportler und Künstler die neunten Klassen, um ihnen von ihrem Leben zu erzählen: was sie motiviert hat und wer sie unterstützt hat. Die Jugendlichen sollen dies auf ihr Leben übertragen und praktisch anwenden können, zum Beispiel bei einer Bewerbung oder bei den bald anstehenden Prüfungen für den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule.

„Sie nehmen die Ratschläge nicht nur an, sondern setzen sie auch um“, berichtet Birgit Mooser-Niefanger. Besonders bei der Abschlusspräsentation fällt auf, dass die Schüler wirklich sehr selbstsicher und motiviert präsentieren. Die stellvertretende Schulleiterin Sabine Jackermaier ist stolz auf die Weiterentwicklung der beiden neunten Klassen. Und auch die Schüler selbst sind begeistert davon, dass die Spitzensportler nur für sie gekommen sind.

Als die Schüler der Projektleiterin und Verena Bentele Blumen überreichen, erzählt die Biathletin, dass sie noch nie zuvor bei diesem Projekt eine solche Rückmeldung bekommen hat. Am Ende sind sich alle einig, dass man, wenn möglich, „Zack“ nächsten Herbst an der Schule fortsetzen will.

von Finn Kosina und Lena Stumpe

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