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Pilgern mit dem KBW

Eine Reise zu sich selbst

Vor drei Jahren war Gerlinde Penningsfeld zum ersten Mal pilgern. Sie war fasziniert von der Kraft des Laufens. Deshalb geht die Freisinger Lehrerin auch heuer wieder mit Pilgerbegleiterin Elvira Baier vom Kreisbildungswerk (KBW) auf die Pilgerreise – auch zu sich selbst.

Freising – Drei Termine stehen im Frühjahr an: vom Tagespilgern bis zu einer einwöchigen Tour. Gerlinde Penningsfeld hat sich einen Termin im Juni schon fest notiert: Da geht es auf dem Münchner Jakobsweg in acht Tagen nach Kempten.

Mit der Freisingerin gehen auch einige, die ebenfalls in den vergangenen zwei Jahren die Pilgerreise mit Elvira Baier gemacht hatten. „Es ist daraus eine kleine Gruppe entstanden, die das gemeinsam machen möchte“, berichtet Gerlinde Penningsfeld über ihren Plan, Stück für Stück in den kommenden Jahren den Jakobsweg bis nach Santiago abzulaufen. Zu schön seien einfach die Erlebnisse, die man beim Pilgern mache. „Die größte Erfahrung war für mich die Anstrengung, eine schöne Anstrengung“, beschreibt sie das Gefühl, über mehrere Stunden mit Gepäck auf dem Rücken durch die Welt zu laufen. Man habe das Gefühl, begleitet und behütet zu sein und gleichzeitig zielgerichtet.

Und dann erst das Ankommen nach einem langen Tag: „Jeder Teilnehmer hat bei Wind und Wetter etwas aus eigener Kraft heraus geschafft, das Gefühl ist einfach großartig“, schwärmt die Montessori-Lehrerin vom Überwinden innerer Widerstände ebenso wie von der Erfahrung, dass es von Tag zu Tag leichter wird. „Am Ende könnte man einfach ewig so weiterlaufen.“ Neben den Erfahrungen, die man mit sich selbst macht, sind es auch die Gedanken und der Austausch mit den Anderen, die das Pilgern zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

Der Hochaltar (hier dessen zentrale Figurengruppe) entstand im 18. Jahrhundert.

Die Impulse, die die erfahrene Pilgerbegleiterin ihren Schützlingen immer wieder mit auf den Weg gibt, schaffen Zugang zum eigenen Inneren, aber eben auch die Möglichkeit zum tiefen Austausch mit anderen. Eine Sache betont Gerlinde Penningsfeld bei ihren Erzählungen: „Es wird viel gelacht, ich würde sagen, es herrscht eine heitere Gelassenheit.“ Und auch das bringt Menschen zusammen: „Miteinander zu Lachen, auch wenn es regnet und stürmt, und der Weg noch weit erscheint“.

Die Termine

Wer selbst einmal erleben möchte, wie Pilgern bewegen kann, hat dazu mehrfach Gelegenheit. Es stehen bis Mitte Juni drei Termine an.

Tagespilgern von Freising nach Neufahrn zur Wallfahrtskirche St. Wilgefortis: „Ein Tag für mich“ Samstag, 20.05.2017 von 8 bis 15 Uhr Treffpunkt: Eisdiele am Veitsmüllerweg, unterhalb des Lindenkellers Kosten: 15 Euro

Vier Tage auf dem Wolfgangweg von Regensburg nach Landshut: „Frühlingsluft schnuppern“ Donnerstag, 25. Mai, ca. 7 Uhr bis Sonntag, 28. Mai, ca. 17 Uhr Start- und Endpunkt ist der Bahnhof in Freising Kosten: 100 Euro zzgl. Fahrt, Übernachtung und Verpflegung

 Eine Woche auf dem Münchner Jakobsweg von München nach Kempten Samstag, 10. Juni, um 6.30 Uhr bis Samstag, 17. Juni bis 20 Uhr Startpunkt: Bahnhof Freising bzw. Stachus München Kosten: 120 Euro zzgl. Fahrt, Übernachtung und Verpflegung.

Ausführliche Informationen zu Strecken, Besichtigungen und Kosten finden sich auf der Webseite des Kreisbildungswerks Freising unter www.bildungswerk-freising.de. Dort ist auch die Anmeldung möglich. Auch die Pilgerbegleiterin Dr. Elvira Baier beantwortet gerne Fragen per Email unter elvira.baier@ihoe.de.  ft

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